Eine Infektion mit bestimmten Bakterien, den Borrelien, die durch Zeckenbisse übertragen werden, kann ebenfalls eine Gelenkentzündung mit Knieschmerzen hervorrufen.

Verschiedene Stoffwechselstörungen führen mitunter zu Gelenkentzündungen, ein Beispiel ist Gicht.

Nicht zuletzt ist es auch möglich, dass es infolge eines chirurgischen Eingriffs (Operation oder Kniegelenkspiegelung) zu einer Entzündung im Kniegelenk kommt, etwa wenn Bakterien ins Innere des Gelenks eingedrungen sind.

Seltener ist die Ursache von Knieschmerzen bei Kindern und Jugendlichen eine Störung des Knochenstoffwechsels namens Osteochondrosis dissecans. Der Gelenkknorpel wird bei dieser Störung nicht mehr richtig ernährt, wodurch sich manchmal sogar ein Stück des Knorpels mit Knochen ablöst und frei im Gelenkspalt liegt. Ärzte bezeichnen ein solches Fragment als Gelenkmaus.

Morbus Ahlbäck ist eine ähnliche Erkrankung bei Erwachsenen. Der Oberschenkelknochen im Bereich oberhalb des Kniegelenks wird nicht mehr richtig durchblutet, sodass ein Teil des Knochens abstirbt (Knochennekrose).

Verletzungen im Bereich des Kniegelenks sind ein häufiger Grund für akute Knieschmerzen. Vor allem bei Sportarten, die das Knie besonders belasten, wie Fußball, Tennis oder Skifahren, kommt es oft zu Knieverletzungen. Die Schäden können den Bandapparat, die Menisken, Knochen, Kniescheibe sowie umgebende Muskeln betreffen.

Manchmal befindet sich die Ursache für die Knieschmerzen gar nicht im Kniegelenk selbst. So kann etwa ein Blutgerinnsel in den Beinvenen (Venenthrombose) Schmerzen in der Kniekehle hervorrufen.

Mitunter führt auch ein weitergeleiteter Schmerz zu Knieschmerzen, etwa von einer Hüftarthose (Coxarthrose).

Knieschmerzen: So stellt der Arzt die Diagnose

In der Regel erfolgt zunächst eine ausführliche Befragung des Betroffenen. Dabei interessiert sich der Arzt zum Beispiel dafür, seit wann die Knieschmerzen bestehen oder ob sich ein Unfall ereignet hat. Zudem hilft eine genaue Beschreibung des Schmerzes (etwa ob dumpf oder stechend) und dessen Lokalisation (vorn, seitlich, hinten).

Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung. Ist das Knie zusätzlich zu den Schmerzen geschwollen, gerötet und überwärmt, deutet dies auf eine Entzündung hin. Dann lassen sich zum Beispiel mithilfe von Blutuntersuchungen weitere Hinweise auf die Ursache der Erkrankung finden – überprüft werden zum Beispiel Entzündungs- sowie Harnsäurewerte und Rheumamarker.

Während der Untersuchung führt der Arzt außerdem bestimmte Tests und Griffe an Knie und Bein aus, die ihm Rückschlüsse auf die Ursache der Knieschmerzen (etwa auf einen Meniskusschaden oder Kreuzbandriss) ermöglichen.

Besteht der Verdacht auf einen strukturellen Schaden im Kniegelenk, kommen meist bildgebende Verfahren (wie Computertomografie, Magnetresonanztomografie) zum Einsatz. Außerdem kann eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) Auskunft über den Zustand des Gelenkknorpels und der Menisken geben.

Share.
Die mobile Version verlassen