Anders als bei Landschlangen richten sich die Augen und Nasenlöcher der Würfelnatter nach oben – das erleichtert ihr das Gleiten durch Wasser. Die flinke Wassernatter sonnt sich gerne auf Zweigen, die aus dem Wasser ragen und kann bei Gefahr mehrere Stunden unter Wasser bleiben. Beim Ergreifen gibt sie ein übelriechendes Sekret ab. Die Wasserschlange ist nicht giftig.
Die Würfelnatter zählt zu den seltensten Schlangenarten in Deutschland und ist vom Aussterben bedroht. Nur in Rheinland-Pfalz und Sachsen kann das Reptil noch an einigen Flüssen, Seen und Altarmen mit Flachwasserzonen beobachtet werden.
Als Nahrung bevorzugt die Würfelnatter Fische wie Karpfen, Barben und Barsche. Doch auch Frösche und Kaulquappen landen gelegentlich auf ihrer Speisekarte.
Äskulapnatter: Deutschlands größte Schlangenart
Die Äskulapnatter (Elaphe longissima) ist braun, olivgrün, graubraun oder grauschwarz. Der Kopf- und Halsbereich fällt meist heller aus als der restliche Körper, die Bauchpartie ist oft blassgelb bis zitronengelb gefärbt. Die männlichen Würgeschlangen können bis zu 1,80 Meter lang werden, die Weibchen erreichen diese Größe nicht ganz. Damit ist die Äskulapnatter die größte in Deutschland lebende Schlangenart.
Angst muss aber niemand vor der Schlange haben. Äskulapnattern sind für den Menschen nicht gefährlich. Sie haben kein Gift, und ein Biss der kleinen, spitzen Zähne schmerzt einem Menschen etwa so wie ein kleiner Nadelstich.
Bekannt ist die Schlange auch, weil sie Symbol von Ärzten und Pharmazeuten für die Heilkunst ist. Die mit einer Schlange umwickelte Schale ist noch heute auf vielen Apothekenschildern zu sehen. Dass dieser Schlangenart besondere Heilkräfte zugeschrieben werden, geht auf die griechische Mythologie zurück. Benannt ist die Natter nach Asklepios, dem Gott der Heilkunst. Unter anderem soll er als Schlange verkleidet Rom vor der Pest gerettet haben. Auf vielen antiken Darstellungen ist der Gott mit einem Schlangenstab abgebildet.
Heute muss die Äskulapnatter selbst auf Rettung hoffen, weil ihr Lebensraum durch den Menschen immer weiter eingeschränkt wird. Die vom Aussterben bedrohte Äskulapnatter ist in Deutschland nur noch im Rheingau, im südlichen Odenwald und vereinzelt an der Donau zu finden.
Die Nattern bevorzugen als Nahrung Vögel, Eidechsen oder kleine Nagetiere wie Wühlmäuse, die sie erwürgen oder erdrücken. Ab und zu schnappen sie sich ein Vogelei, denn sie können auch ganz gut auf Bäume klettern.











