Berlin-Wahl
Wegner verzichtet auf Spitzenkandidatur: Das sind mögliche Nachfolger
10.07.2026 – 15:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Kai Wegner zieht seine Spitzenkandidatur für die Berlin-Wahl zurück. Diese Kandidaten könnten seinen Platz einnehmen.
Wer könnte Kai Wegner nachfolgen, nachdem er seine Spitzenkandidatur für die Berlin-Wahl aufgegeben hat? Offiziell ist es noch unklar, mit welchem Kandidaten oder welcher Kandidatin die Berliner CDU nun zur Wahl antreten wird. Zwei Namen kursieren im Moment.
Finanzsenator Stefan Evers
Der Finanzsenator ragt stets heraus – Stefan Evers ist aufgrund seiner Körpergröße selten zu übersehen. Zudem fällt der 46-Jährige durch seine Kombination an Ämtern auf: Seit April ist Filmfan Evers im Senat nicht nur für die Finanzen, sondern auch die Kultur zuständig. Der Sparfuchs selbst wacht nun also über die finanziellen Kürzungen bei Theatern und Museen – bisher klappt das recht geräuschlos.
Evers wuchs in NRW auf, studierte Rechtswissenschaften und kam Ende der 1990er Jahre nach Berlin. Hier legte er eine klassische Parteikarriere hin. 2011 wurde er erstmals ins Abgeordnetenhaus gewählt, von 2018 bis 2023 war er parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion, von Dezember 2016 bis Herbst 2023 Generalsekretär der Landespartei. Im April 2023 holte Wegner ihn dann als Finanzsenator in sein Regierungsteam. Im Landesvorstand der CDU ist er einer seiner Stellvertreter.
Evers gilt als fachlich kompetent und loyal, fing sich durch drastische Zuspitzungen in seiner politischen Karriere aber auch immer wieder heftige Kritik ein. Inhaltlich sind mit ihm kaum Abweichungen zur CDU-Linie unter Wegner zu erwarten. Aus der Partei war bisher zu hören, dass er in der aktuellen Lage nicht als Spitzenkandidat übernehmen wolle.
Felor Badenberg – Die Überraschung bei Wegners Amtsantritt

Nach 17 Jahren beim Bundesamt für Verfassungsschutz gelang Felor Badenberg im April 2023 der Quereinstieg in die Politik, als Wegner die damals noch parteilose Juristin zur Senatorin für Justiz und Verbraucherschutz machte. Beim Verfassungsschutz hatte Badenberg zuvor verschiedene Abteilungen durchlaufen.
Badenberg kam als Kind aus dem Iran nach Deutschland und studierte in Köln. Zum Bundesamt für Verfassungsschutz kam die Juristin 2006. Sie baute die Abteilung für Cyberabwehr auf, leitete die Abteilung für Rechtsextremismus und -terrorismus und kümmerte sich auch um die Beobachtung der AfD als rechtsextremistischer Verdachtsfall. Als erste Frau war sie von 2022 bis 2023 Vizepräsidentin des Verfassungsschutzes.












