
Komplizierter Spagat
Ex-DFB-Profi spielt jetzt für zwei Klubs
06.01.2026 – 16:26 UhrLesedauer: 3 Min.
Max Kruse will es nochmal wissen: Der frühere Bundesliga-Profi wechselt in die Oberliga Hamburg. Seinem Klub in Berlin bleibt er allerdings erhalten. Wie er das machen will.
Max Kruse ist zurück in Hamburg: Der ehemalige deutsche Nationalspieler wechselt zu TuS Dassendorf in die Oberliga. Das wurde am Montag bekannt. Einen Tag später äußerte sich der 37-Jährige noch einmal ausführlich zu den Beweggründen seines Wechsels – und hat dabei auch ein überraschendes Detail parat.
Denn: Das Engagement von Kruse beim Fünftligisten aus Schleswig-Holstein bedeutet keineswegs sein Ende bei Bezirksligist BSV Al-Dersimspor in Berlin. „Ich werde Dersim nicht verlassen, ich werde bei beiden Vereinen spielen“, erklärt Kruse in seiner Instagram-Story am Dienstag. „Das ist möglich aufgrund eines Zweitspielrechts, das man beantragen kann.“
Weil aber die höherklassige Mannschaft – in dem Fall Oberligist Dassendorf – als Hauptverein geführt werden muss, sei er offiziell nach Dassendorf gewechselt. Bei seinem Verein in Berlin beantrage er nun das Zweitspielrecht.
„Mein Anspruch ist es, nochmal geilen Fußball zu spielen in Hamburg“, sagt Kruse weiter. In Berlin habe er in den vergangenen Jahren aber ebenfalls viel Spaß gehabt. Als Tabellenzweiter in der Bezirksliga spiele der Berliner Klub zudem um den Aufstieg mit. „Da habe ich auch Bock drauf“, gibt Kruse zu – auch wenn er weiß: „Es wird nicht einfach.“
Denn: In Zukunft wird Kruse zwischen den beiden Millionenstädten pendeln. „Ich ziehe erstmal nicht nach Hamburg“, verrät der Stürmer, der auf weitere Tätigkeiten und einen Job bei Privatsender RTL verweist. Das bedeute im Umkehrschluss auch, dass er nicht alle Trainingseinheiten beim Oberligisten TuS Dassendorf absolvieren könne. „Wenn es dann nicht passt, dann bin ich auch mal ein Wochenende nicht im Kader“, so Kruse.
Sein Ziel sei es aber, so oft es geht zum Training zu gehen und zu spielen und seine Erfahrung beim Oberligisten auf und neben dem Platz einzubringen. „Ich habe Bock auf dieses Projekt. Gerade wegen Hamburg natürlich: eine Verbindung, die seit meiner Kindheit besteht. Ich bin dort aufgewachsen und habe gegen viele Vereine dort gespielt, deswegen reizt es mich einfach auch, nochmal in den Hamburger Fußball zurückzukehren“, erklärt er.
Der Olympia-Teilnehmer von 2021 hat in der Bundesliga mehr als 300 Spiele für diverse Klubs bestritten (unter anderem Werder Bremen, VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach und SC Freiburg) und war kurzzeitig auch für den Istanbuler Traditionsklub Fenerbahçe in der Türkei aktiv. Erfahrung in der Oberliga Hamburg sammelte Kruse ebenfalls. 2010 bestritt Kruse für die zweite Mannschaft des FC St. Pauli ein Ligaspiel.










