
Einsparungen in Millionenhöhe
WDR lagert TV-Ausspielung aus – droht nun ein Stellenabbau?
06.02.2026 – 09:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem geplanten Verkauf des Standorts Bocklemünd folgt der nächste Schritt beim WDR. Welche Folgen das für Beschäftigte hat, erklärt der Sender.
Der WDR hat die technische Ausspielung seines Fernsehprogramms nach Baden-Baden verlagert. Eine weitere Umstrukturierung, nachdem der Sender wenige Tage zuvor verkündet hatte, einen seiner größten Produktionsstandorte in Bocklemünd zu verkaufen.
Nach eigenen Angaben wird das WDR-Fernsehen ab sofort technisch zentral aus dem SWR-Funkhaus ausgespielt. Das teilte der Sender in einer Pressemitteilung am Montag (2. Februar) mit. Der WDR schließe sich damit der „ARD-Sendeabwicklung Süd“ an, über die neben SWR und WDR auch BR, HR und SR gesendet werden. Die redaktionelle Verantwortung für das Programm liege weiterhin beim WDR selbst.
Die zentrale technische Ausspielung sei softwarebasiert und erfolge im 24/7-Betrieb. Sie ersetzte frühere dezentrale Lösungen und sei Teil der ARD-Strukturreform. WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau erklärte: „Die gemeinsame Sendeabwicklung ist extrem effizient und ermöglicht uns in der ARD Einsparungen in Millionenhöhe. Mit der gezielten Kooperation sichern wir höchste technische Qualität und gewinnen gleichzeitig Ressourcen für unsere digitalen Angebote.“
Doch was bedeutet das für die Mitarbeiter des WDR? Auf Anfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online erklärte eine Sprecherin des Senders: „Die Kooperation mit dem SWR schafft beim WDR freie Personalressourcen, die für neue Aufgaben im Haus eingesetzt werden“.











