Du, ein Muster der Barmherzigkeit, bist belohnt in alle Ewigkeit, Sankt Martin sei gegrüßt!
„Ich geh mit meiner Laterne“
Ich geh’ mit meiner Laterne, und meine Laterne mit mir. Am Himmel leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir.
Ein Lichtermeer zu Martins Ehr! Rabimmel, rabammel, rabumm! (Volkslied, 1. Strophe)
Laterne, Laterne, Sonne Mond und Sterne. Brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht, aber nur meine liebe Laterne nicht! (Volkslied, 1. Strophe)
Durch die Straßen auf und nieder leuchten die Laternen wieder: rote, gelbe, grüne, blaue, lieber Martin, komm und schaue!
Wie die Blumen in dem Garten, blüh’n Laternen aller Arten: rote, gelbe, grüne, blaue, lieber Martin, komm und schaue!
Und wir gehen lange Strecken mit Laternen an den Stecken, rote, gelbe, grüne, blaue, lieber Martin, komm und schaue!
Warum gibt es die Martinsgans?
Früher gab es vor Weihnachten ebenso eine Fastenzeit wie heute noch vor Ostern. Der 11. November war der erste Tag dieser Zeit. Währenddessen durfte kein Fleisch gegessen werden. Hinzu kam, dass es ohnehin schwierig war, die Tiere über den Winter zu bringen. Deshalb war am Martinstag traditionell Schlachttag. Erst später kam es zur Erzählung der Legende:
Sie erzählt davon, wie Martin von Tours auf den Wunsch des Volkes hin zum Bischof geweiht werden soll. Da sich der bescheidene Mann des Amtes nicht würdig fühlt, versteckt er sich in einem Stall. Doch die Stallgänse verraten ihn mit ihrem lauten Geschnatter. Als Strafe lässt der Geistliche die Gänse braten. Der Brauch, am Martinstag einen Gänsebraten aufzutischen, wird deshalb auch auf diese Legende bezogen.
Was ist das Martinsfeuer?
In einigen Gegenden versammeln sich die Menschen nach dem gemeinsamen Laternenumzug um ein Martinsfeuer. Wie Sankt Martins gute Tat soll dieses Freudenfeuer Licht in die dunkle Zeit bringen.
Rezept für Stutenkerl oder Weckmann

In vielen Regionen Deutschlands naschen Kinder und Erwachsene am Martinstag süßes Gebäck. Bekannt ist die traditionelle Hefeteigfigur unter anderem als Weckmann, Stuten- oder Kiepenkerl. Wer mag, kann den Kerl rechtzeitig vor dem 11. November einfach selbst backen.











