WM 2026 – Was war Mexikos Auftaktsieg wert?
Trotz gutem Start bis aufs Blut unter Druck
Aktualisiert am 13.06.2026 – 14:11 UhrLesedauer: 6 Min.

Mexiko ist Co-Gastgeber der WM 2026 und steht schon in der Gruppenphase unter Druck. Gerade im eigenen Land will Mexiko nicht erneut auf halber Strecke scheitern.
Mexiko sah der großen Party des Weltfußballs mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Erwartungen waren hoch: Mexiko ächzt unter Kartellkriminalität, Drogen- und Menschenhandel, wirtschaftlichen Problemen und dem wachsenden Druck durch die Trump-Regierung in den USA, die kaum ein gutes Haar an Mexiko lässt. Auch vor dem Eröffnungsspiel kam es zu Krawallen.
Die Mexikaner sehnen sich nach einer erfolgreichen WM als Co-Gastgeber, nach so etwas wie einem „Sommermärchen“, das Deutschland 2006 erlebte. Wenn „El Tri“ das gelingt, werden sie als Helden gefeiert werden. Wenn nicht, wird die Stimmung sehr rasch kippen.
Was den Trainer zuversichtlich stimmt: In Pflichtspielen liefert „El Tri“ unter ihm vor allem dann, wenn der Druck steigt – wie beim Triumph im Gold Cup vergangenen Sommer. Auch das Eröffnungsspiel gegen Südafrika steht bereits mit einem 2:0-Sieg in den Statistiken, der Start in die WM 2026 ist gelungen.
Allerdings: Was ist dieser Sieg wert? Der Gegner vom Kap der Guten Hoffnung präsentierte sich in erbarmungswürdigem Zustand, selbst südafrikanische TV-Experten zeigten sich nach dem Spiel sprachlos über den schwachen Auftritt ihres Teams. Der Druck auf die „El Tri“, den Stolz Mexikos, wird also kaum weniger, denn auch Südkorea und die Tschechen werden gegen Südafrika aller Voraussicht nach punkten.
So hat sich Mexiko für die Weltmeisterschaft qualifiziert
Als Co-Gastgeber ist die mexikanische Nationalmannschaft bei der WM 2026 automatisch dabei und musste folglich nicht durch die Qualifikation. In acht Testspielen im Kalenderjahr gelang nur ein einziger Sieg (1:0 gegen die Türkei). Drei Partien gingen verloren. Dafür überzeugte man beim Gold Cup, wo man durch einen 2:1-Finalsieg über den Erzrivalen USA triumphierte.
Das sind Mexikos Gegner bei der WM 2026
Co-Gastgeber Mexiko ist als Gruppenkopf in der Vorrunde der WM 2026 gesetzt. In der Gruppe A geht es gegen folgende Gegner:
Südafrika – 11. Juni in Mexico City (Endergebnis 2:1): Südafrika war vor dem Turnier als physisch robustes Team eingeschätzt worden, das vor allem auf Tempo und Umschaltmomente setzt. Aber die „Bafana Bafana“ enttäuschten vor allem taktisch und technisch, leisteten sich haarsträubende Fehler in der eigenen Spielhälfte und brachten in der Offensive rein gar nichts zustande. In dieser Form sind sie eher ein Punktelieferant als ein ernsthafter Kandidat für die K.O.-Phase.
Südkorea – 19. Juni, 1 Uhr (MEZ), in Guadalajara: Nicht nur die deutsche Nationalmannschaft weiß spätestens seit dem schmerzhaften WM-Aus 2018: Südkorea ist ein unangenehmer Gegner, gerade bei Weltmeisterschaften. Das Team verteidigt kompakt, ist laufstark und diszipliniert und sucht schnelle Angriffe über die Flügel. Vor den Kontern der Asiaten muss sich Mexiko höllisch in Acht nehmen. Das bekamen zum Auftakt auch die Tschechen zu spüren: Einen 0:1-Rückstand drehten die Asiaten und siegten mit 2:1.










