Ablagerung auf den Mandeln
Was sind Mandelsteine und wie entstehen sie?
Aktualisiert am 02.11.2026 – 17:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Hinter weißgelben Ablagerungen auf den Mandeln können Mandelsteine stecken. Lesen Sie, wie diese Gebilde entstehen und welche Symptome sie auslösen.
Wer auf den Gaumenmandeln ein helles Klümpchen entdeckt, vermutet möglicherweise eine eitrige Mandelentzündung als Ursache. Mitunter handelt es sich jedoch um einen Mandelstein, der ebenfalls Halsbeschwerden verursachen kann. Ein ernsthaftes gesundheitliches Problem liegt dann aber normalerweise nicht vor.
Was sind Mandelsteine?
Mandelsteine sind kleine, weißgelbe oder auch bräunliche Steinchen auf den Mandeln.
Es handelt sich um mehr oder weniger verkalkte Ablagerungen, die sich in kleinen Furchen in der Oberfläche der Gaumenmandeln festsetzen. Sie bestehen unter anderem aus Nahrungsresten, Mineralstoffen, abgestorbenen Zellen und verschiedenen Erregern wie Bakterien.
Schon gewusst?
Der Fachbegriff für die Mandeln lautet Tonsillen. Fachleute bezeichnen Mandelsteine daher auch als Tonsillensteine oder Tonsillolithen.
Wo sitzen die Gaumenmandeln?
Im Rachen und Gaumen befinden sich normalerweise sechs ringförmig angeordnete Mandeln:
- zwei Gaumenmandeln, die sich rechts und links zwischen den Gaumenbögen befinden,
- eine Rachenmandel mittig an der hinteren Rachenwand,
- eine Zungenmandel am hinteren Ende des Zungengrunds und
- zwei Tubenmandeln in der Schleimhaut an der Stelle, wo die Ohrtrompete in den Rachen mündet.
Zusammen sind die Mandeln ein Teil des Immunsystems: Unter anderem wehren ihre Abwehrzellen Erreger ab, die über Mund und Nase in den Körper gelangen. Hat eine Person Mandelsteine, sind diese meist im Bereich der Gaumenmandeln zu finden.

Wie entstehen Mandelsteine?
Insbesondere größere Gaumenmandeln haben viele unregelmäßige kleine Einbuchtungen, die sogenannten Krypten. Diese Furchen vergrößern die Oberfläche der Mandeln, die dadurch mehr Krankheitserreger abwehren können.
Beim Schlucken können sich feine Nahrungsreste und Speichel in den Krypten festsetzen. Verkalken und verhärten die Ablagerungen, entsteht ein Mandelstein.
Personen mit großen Mandeln haben daher eher Mandelsteine als solche mit kleinen Mandeln. Wer in der Vergangenheit häufiger eine Mandelentzündung hatte, hat möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Mandelsteine.













