
Braunschweiger aufgerufen
Ehemaliger Krankenhaus-Standort verändert sich – aber wie?
Aktualisiert am 17.11.2025 – 17:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor rund einem Jahr verließ das Braunschweiger Klinikum den Standort Holwedestraße. Wie geht es weiter? Seit Anfang November läuft die Befragung der Bevölkerung.
Es tut sich was in der Holwedetraße: Der Braunschweiger Verwaltungsausschuss stimmte dem Bebauungsplan „Holwedestraße“ und der entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplans zu. Nun geht es weiter mit der Beteiligung der Öffentlichkeit.
Es geht in erster Linie um das rund fünf Hektar große Gelände des ehemaligen Klinikums Holwedestraße zwischen Holwedestraße, Freisestraße, westlichem Okerumflutgraben und Sidonienstraße. Städtebauliches Ziel: ein hochwertiges Wohnquartier soll entstehen. Dabei seien die bestehende, teilweise denkmalgeschützte Bausubstanz, die Bäume und die naturräumliche Lage an der Okerumflut besonders zu berücksichtigen.
Das zukünftige Quartier soll zu einem neuen Bindeglied zwischen der Innenstadt und dem Westlichen Ringgebiet werden. Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene städtebauliche Konzept sieht laut Stadtverwaltung ein Quartier mit sechs Höfen entlang des Königstiegs, der Holwedestraße und der Freisestraße vor. Zwischen 300 und 360 Wohneinheiten sollen entstehen, unter anderem auch für gemeinschaftliche Wohnformen.
Der Plan: Um einen zentralen Quartiersplatz herum sowie südlich davon soll sich Gewerbe, kleinere Einzelhandelseinrichtungen und Gastronomie ansiedeln können. Zudem ist laut Mitteilung der Stadt eine Kindertagesstätte geplant.
Zahlreiche Fahrradstellplätze sowie ein dichtes Netz an Rad- und Fußwegeverbindungen sollen diese Verkehrsformen stärken. Weiter sind Dach- und Fassadenbegrünungen, Photovoltaik-Anlagen und viel Grün geplant. Der Plan: Offene Bebauung und begrünte Innenhöfe sollen eine von der Oker ausgehende Kühlung an heißen Sommertagen ermöglichen.
Vom 6. November bis 8. Dezember hat die Öffentlichkeit die Möglichkeit, alle wesentlichen Unterlagen zum jetzigen Planungsstand auf der Internetseite der Stadt einzusehen. Zudem sei dies an zwei Info-PCs in einem Büro im zweiten Obergeschoss des Rathaus-Altbaus, Platz der Deutschen Einheit 1, möglich. Das Infoterminal ist an Arbeitstagen von 8 bis 17 Uhr geöffnet.
Und wie geht es dann weiter? Nach der Veröffentlichung werden die Anregungen ausgewertet. Es würde geprüft, ob und inwieweit sie in der Planung berücksichtigt werden können. Danach wird der Bebauungsplan finalisiert und den Gremien zum Satzungsbeschluss vorgelegt.
Im Dezember 2024 zogen die letzten Stationen aus der Holwedestraße aus. Mehr als 120 Jahre wurden hier Menschen behandelt. Mittlerweile befinden sich alle Stationen an den Standorten Salzdahlumer Straße und Celler Straße.










