Nacht zum 1. Mai
Walpurgisnacht 2025: Was feiern wir da eigentlich?
Aktualisiert am 30.04.2025Lesedauer: 3 Min.
Die Walpurgisnacht, die am 30. April gefeiert wird, geht auf die Heilige Walburga zurück. Wer die Namensgeberin war und warum ihr zu Ehren gefeiert wird:
Die Nacht vom 30. April zum 1. Mai ist als Walpurgisnacht – auch Hexennacht – bekannt. In Teilen Süddeutschlands bezeichnet man die Nacht auch als Freinacht, in der Späße und Streiche von Jugendlichen oft üblich sind. Aber warum feiern wir diese Nacht eigentlich?
In der Walpurgisnacht wird der Winter vertrieben. Der Brauch geht auf heidnische Frühlingsfeste zurück. In dieser Nacht finden in Nord- und Mitteleuropa traditionelle Feste wie der Tanz in den Mai, Umzüge und mystische Feuer statt. Die Flammen sollen dabei eine reinigende Wirkung haben und Krankheiten fernhalten.
Viele Menschen verkleiden sich in der Walpurgisnacht als Teufel oder Hexen, mit angeklebten Gruselnasen und riesigen Warzen. Bewaffnet sind sie oft mit Reisigbesen und Dreizack. Das kommt daher, dass am Abend des 30. April die Hexen im Harz zum Brocken geritten sein sollen, um sich dort am Feuer mit dem Teufel zu paaren. Unterwegs verhexten sie alles, was ihnen in die Quere kam.
Der Walpurgis-Kult hat aber auch christliche Ursprünge und verdankt diesem sogar seinen Namen. Benannt ist die letzte Aprilnacht nämlich nach der Heiligen Walburga.
Nicht alles, was über die Namensgeberin der Walpurgisnacht bekannt ist, sind gesicherte Fakten. Dennoch ist einiges aus ihrem Leben überliefert. Die Heilige Walburga wurde vermutlich im Jahr 710 als Tochter eines englischen Königs in Südengland geboren und starb 779 oder 780 in Heidenheim als Äbtissin.
Ihr Onkel, der Heilige Bonifazius, soll sie, nachdem ihre Eltern früh verstorben waren, in einem Kloster untergebracht haben, wo sie eine gute Ausbildung erhielt. Ihr Bruder Wunibald brachte sie angeblich auf die Idee, als Missionarin auf dem europäischen Festland tätig zu werden.
Als die Heilige Walburga den Ärmelkanal überquerte, geriet das Schiff bei stürmischem Wetter in Seenot. Walburga soll die gesamte Überfahrt lang an Deck gekniet und gebetet haben, bis das Schiff schließlich sicher in Antwerpen vor Anker gehen konnte.
Wegen dieses Wunders gilt die Namensgeberin der Walpurgisnacht als Schutzpatronin der Seeleute und Schutzheilige gegen Sturm. Nachdem Walburga zunächst im Kloster von Tauberbischofsheim gelebt hatte, übernahm sie später die Leitung des mächtigen Doppelklosters in Heidenheim und wirkte als Missionarin.
Die Heilige Walburga soll verschiedene Wunder vollbracht haben. So soll sie mithilfe von drei Ähren ein Kind vor dem Verhungern gerettet, ein anderes Mal einen tollwütigen Hund gebändigt haben. Zudem soll die Namensgeberin der Walpurgisnacht Kranke geheilt haben.












