Gerade und ungerade, einstellig oder gar dreistellig: Die Nummern der Autobahnen in Deutschland sind nicht willkürlich. Das bedeuten sie.
Welche Nummer eine neue Bundesautobahn erhält, geht noch heute auf ein System zurück, das bereits seit 1975 in Kraft ist. Und wie bei jeder Regel gibt es auch hier Ausnahmen. Generell aber gilt:
Die Nummern unserer Autobahnen reichen von der BAB 1 bis zur BAB 999 (Mittlerer Autobahnring München) – obwohl es so viele Autobahnen natürlich nicht gibt. Die Nummerierung hat also einen anderen Sinn: Sie weist auf die Bedeutung der jeweiligen Autobahn hin.
Und schließlich verrät die erste Ziffer im Namen die ungefähre Lage:
Dieses Prinzip gilt aber nur für Autobahnen mit mehrstelligen Nummern, da die einstellig nummerierten Autobahnen durch viele Regionen führen.
Übrigens: Die längste Autobahn Deutschlands ist die BAB 7. Gemäß ihrer ungeraden Endziffer führt sie vom beinahe nördlichsten Zipfel des Landes auf 962,2 Kilometern fast bis zum südlichsten Punkt, von Ellund bis nach Füssen. Nur die spanische A7 (1.250 Kilometer) ist in Europa noch länger. Kürzeste Autobahn war die BAB 862 in Baden-Württemberg mit nur 400 Metern Länge. Im Jahr 2005 verlor sie allerdings ihren Status als Autobahn. Heute ist sie nur noch ein sogenannter Ast der BAB 5.