Hohe Fallzahlen
Kat-Diebstahl: Diese Autos sind besonders bedroht
Aktualisiert am 18.07.2026 – 16:18 UhrLesedauer: 3 Min.
Katalysatoren sind begehrtes Diebesgut – der illegale Ausbau dauert nur Minuten und ist inzwischen ein Trend. Welche Autos gefährdet sind, was davor schützt.
Es ist so selten wie begehrt: Rhodium ist eines der kostbarsten Edelmetalle der Welt, deutlich teurer als Silber oder Gold (Preis pro kg: rund 110.000 Euro). Für Juweliere ist es trotzdem nicht sehr interessant. Denn Rhodium ist spröde und lässt sich schlecht verformen. Die Autoindustrie liebt Rhodium dafür umso mehr: Genau wie Palladium und Platin steckt es in jedem Katalysator. Zwar nur in kleinsten Mengen – aber auch sie bringen viel Geld ein. Und deshalb werden die Abgasreiniger immer häufiger von Dieben gestohlen. Welche Autos sind besonders gefährdet?
Welche Autos sind gefährdet?
Betroffen sind vor allem Hybridmodelle und ältere Autos mit Benzinmotoren. Ihr Drei-Wege-Katalysator enthält mehr Rhodium als neuere Modelle. Außerdem ist er am Fahrzeugboden verbaut und dadurch gut zugänglich für Mechaniker – aber auch für Diebe. Bestimmte Wohnmobile und Transporter wie VW Crafter und Mercedes Sprinter sind ebenfalls gefährdet. Wegen ihrer großen Bodenfreiheit müssen sie nicht einmal angehoben werden, um an den Kat zu kommen.
In moderneren Benzinern ist der Katalysator nahe am Motor verbaut, damit er nach dem Start schneller auf Betriebstemperatur kommt. Der Ausbau dauert deutlich länger, das Risiko für Diebe ist entsprechend groß, erwischt zu werden. Deshalb sind neuere Benziner genauso wie Dieselautos weniger gefährdet.
Diese Modelle sind besonders vom Diebstahl betroffen:
- VW Polo III (Baujahre 1994 bis 2001)
- Opel Astra G (1998 bis 2005)
- Toyota Prius III (2009 bis 2016)
- Mitsubishi Carisma (1995 bis 2004)
- Mitsubishi Space Wagon (1998 bis 2002)
- Seat Arosa
- VW Lupo
- Honda Jazz
Wie erkennt man den Kat-Diebstahl?
Vor der Fahrt nach dem Kat zu schauen, ist nicht nötig, denn auf einen gestohlenen Katalysator deuten verschiedene Anzeichen hin. Dazu gehören diese Veränderungen am Auto:
- ein lauteres Motorgeräusch und ein tieferer Ton beim Starten,
- ein möglicher Leistungsverlust beim Beschleunigen,
- ungewöhnliche Gerüche im Innenraum oder in der Umgebung
- das Aufleuchten von Warnleuchten wie der Motorkontrollleuchte oder der Abgaswarnleuchte
- sichtbare Schäden an der Auspuffanlage
Wenn eines oder mehrere dieser Anzeichen auftreten, sollten Sie das Auto von einem Mechaniker überprüfen lassen. Denn selbst wenn der Katalysator noch da ist, muss möglicherweise ein Schaden repariert werden.
Wie kann man Katalysatoren-Diebstahl verhindern?
Natürlich stehen Autos in einer abgeschlossenen Einzelgarage am sichersten. Wer keine hat, parkt am besten an einem belebten und gut beleuchteten Ort.
Alarmanlagen mit Neigungsmelder können das Aufbocken des Autos erkennen. Viele Modelle melden sich dann auch per Smartphone beim Besitzer. Für ältere Autos lohnt sich das Nachrüsten allerdings nicht immer.











