Kommunalwahl in München
Wie man den Wahlzettel am Sonntag richtig ausfüllt
Aktualisiert am 05.03.2026 – 13:04 UhrLesedauer: 3 Min.
Drei Stimmzettel, hunderte Namen und ein bayerischer Spitzenwert. Wer am Sonntag in München wählen geht, darf deutlich mehr Kreuze setzen als in anderen Städten des Freistaats.
In der Landeshauptstadt München summiert sich die Anzahl der möglichen Stimmen am 8. März 2026 auf bis zu 126. Dieser Wert ergibt sich aus der Kombination von drei verschiedenen Wahlen, die gleichzeitig stattfinden. Während in vielen Gemeinden nur zwei Gremien gewählt werden, kommen in München die Bezirksausschüsse hinzu.
Der gelbe Wahlzettel bei der Bayern-Wahl 2026 ist für die Wahl des Bürgermeisters oder Oberbürgermeisters, so wie in München, bestimmt. Hierbei hat jeder Wähler und jede Wählerin eine Stimme auf dem Stimmzettel.. Der Kandidat oder die Kandidatin für das Bürgermeisteramt wird bei der Bayern-Wahl direkt gewählt.
Wenn keine der kandidierenden Personen mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält, kommt es nach der Bayern-Wahl zu einer Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten (voraussichtlich am 22. März).
Auf dem grünen Zettel für den Stadtrat stehen 80 Stimmen zur Verfügung, was der Anzahl der Sitze im Münchner Rathaus entspricht. Dies ist die höchste Stimmenanzahl für ein kommunales Parlament in Bayern.
Wer nicht alle Kandidaten auf dem Wahlzettel für die Bayern-Wahl einzeln auswählen will und sich mit einer Partei sicher ist, kann das sogenannte Listenkreuz setzen: ein Kreuz bei der präferierten Partei ganz oben auf dem Wahlzettel. So landen alle Stimmen bei dieser Partei für die Kommunalwahl in Bayern – welche Personen das Mandat erhalten, entscheidet die Partei dann intern.
Anders ist es beim Kumulieren. Wer so wählt, kann seine Stimmen auf verschiedene Kandidaten beim Wahlzettel für die Bayern-Wahl 2026 verteilen und den Favoriten bis zu drei Kreuze geben. Dabei sollte aber unbedingt mitgezählt werden, damit die zulässige Anzahl auf dem Stimmzettel für die Bayern-Wahl nicht überschritten wird. Zu wenig Stimmen sind in Ordnung, wer aber zu viele Stimmen abgibt, macht damit seine Wahl ungültig. Gleiches gilt bei der Kommunalwahl in Bayern, wenn einem Kandidaten mehr als drei Stimmen gegeben werden.
Wer einzelnen Personen eine Stimme geben will und das über Parteigrenzen hinaus, kann das bei der Kommunalwahl in Bayern tun. Beim sogenannten Panaschieren kann die wählende Person ihre Stimmen auf Kandidaten unterschiedlicher Parteien oder Listen auf dem Stimmzettel der Bayern-Wahl verteilen.
Hinzu kommt die Wahl der 25 Bezirksausschüsse auf dem weißen Papier. Je nach Größe des Stadtbezirks variiert hier die Anzahl der Sitze und damit auch die der Stimmen. In den bevölkerungsreichsten Vierteln wie Ramersdorf-Perlach oder Neuhausen-Nymphenburg werden 45 Mitglieder gewählt. Zusammen mit der einen Stimme für den Oberbürgermeister auf dem gelben Zettel ergibt sich so das Maximum von 126 Kreuzen.











