Hitzetage im Sommer
Warum Menschen Hitze unterschiedlich empfinden
23.06.2026 – 15:30 UhrLesedauer: 3 Min.
Während die einen bei heißem Wetter leiden, fühlen sich andere noch richtig wohl. Warum wird Hitze so unterschiedlich wahrgenommen?
Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, gehen die Meinungen oft auseinander: Manche genießen selbst bei starker Hitze das Wetter, während andere verzweifelt nach Kühlung suchen. Wie stark wir Hitze empfinden, wird von verschiedenen biologischen und äußeren Faktoren beeinflusst.
Der Körper hat seine eigene Klimaanlage
Der menschliche Körper versucht ständig, seine Kerntemperatur bei etwa 37 Grad zu halten. Wird es zu warm, erweitert er die Blutgefäße in der Haut und produziert Schweiß. Verdunstet dieser auf der Haut, entsteht ein Kühleffekt. Wie gut dieses System funktioniert, ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Alter, Geschlecht und Körperbau spielen eine Rolle
Studien zeigen, dass Alter, Geschlecht, körperliche Fitness und der individuelle Körperbau die Wärmeregulation beeinflussen und dazu beitragen können, dass Menschen Hitze unterschiedlich empfinden. Auch die Verteilung von Muskeln und Körperfett wirkt sich darauf aus, wie schnell sich der Körper aufheizt oder abkühlt.
Gerade für ältere Menschen kann Hitze problematisch sein. Denn mit zunehmendem Alter verändert sich die Temperaturregulation des Körpers und die Zahl der Schweißdrüsen nimmt ab. Viele Ältere schwitzen bei Hitze daher mitunter erst später und weniger stark, zudem lässt das Durstgefühl häufig nach.
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Studien deuten zudem darauf hin, dass manche Senioren hohe Temperaturen auch weniger intensiv wahrnehmen als jüngere Erwachsene. Dadurch steigt das Risiko, dass der Körper überhitzt oder ein Flüssigkeitsmangel nicht rechtzeitig bemerkt wird. Ältere Menschen sollten bei Hitze deshalb besonders darauf achten, ausreichend zu trinken und wenn möglich für Abkühlung zu sorgen.
Bei Frauen tragen oftmals hormonelle Einflüsse dazu bei, dass sie Hitze anders wahrnehmen als Männer. So steigt während der Menstruation etwa der Flüssigkeitsbedarf – bei Hitze gelingt der Ausgleich manchen Frauen nicht immer. Auch während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren reagieren viele Frauen empfindlicher auf hohe Temperaturen. Hinzu kommt, dass einige Frauen während der Wechseljahre ohnehin unter Hitzewallungen und Schlafproblemen leiden. Diese können sich bei heißem Wetter verstärken.
An Hitze kann man sich zum Teil gewöhnen
Wer regelmäßig in warmen Regionen lebt oder häufig bei Hitze aktiv ist, kann sich in gewissem Maß an hohe Temperaturen anpassen (sogenannte Hitzeakklimatisierung). Das dauert etwa fünf bis sieben Tage. Der Körper beginnt dann etwa früher und mehr zu schwitzen und kann sich effizienter kühlen. Im Verlauf dieser Gewöhnung verändert sich auch das Wärmeempfinden, was dazu beitragen kann, dass Menschen dieselbe Temperatur oft sehr unterschiedlich wahrnehmen.











