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Home » Warum die Preise 2026 weiter steigen werden
Wirtschaft

Warum die Preise 2026 weiter steigen werden

Von zeit-heute.deJanuar 6, 20263 Min Gelesen
Warum die Preise 2026 weiter steigen werden
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Warum die Preise 2026 weiter steigen werden

Verbraucherpreise 2026

Gefühlte Teuerung siebenmal höher als die Inflation

06.01.2026 – 15:36 UhrLesedauer: 4 Min.

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Münzen in einem Portemonnaie: Verbraucher spüren die Inflation – wie geht es 2026 weiter? (Quelle: Jan Woitas)

Butter wird billiger, Schokolade teurer – die Inflation bleibt Thema Nummer eins. Was Verbraucher im neuen Jahr erwartet und warum die Zwei-Prozent-Marke schwer zu knacken ist.

Die Zeit enorm hoher Inflationsraten scheint endgültig vorbei zu sein: Im Dezember 2025 fiel die Inflation in Deutschland überraschend auf 1,8 Prozent – der niedrigste Wert seit mehr als einem Jahr. Trotz dieser Erleichterung bei den allgemeinen Preissteigerungen bleibt die Ernüchterung bei den Verbrauchern, denn vor allem Dienstleistungen wie Restaurantbesuche, Autoversicherungen und Pauschalreisen sind weiterhin deutlich teurer. Auch bei Lebensmitteln sind die Preissteigerungen spürbar. Was sind die Ursachen für diese Entwicklung? Und was erwartet die Verbraucher im neuen Jahr?

Seit Monaten liegt die Teuerungsrate in Deutschland über zwei Prozent, im November bei 2,3 Prozent – im Dezember sank die Teuerung überraschend auf 1,8 Prozent. Im Gesamtjahr 2025 zogen die Kosten für die Lebenshaltung damit um durchschnittlich 2,2 Prozent an. Besonders Dienstleistungen verteuerten sich überdurchschnittlich, zuletzt etwa Pauschalreisen im Inland und Bahntickets. Gründe dafür waren häufig Personalmangel und Lohnsteigerungen, die Unternehmen an die Kunden weiterreichten.

Immerhin: Bei Lebensmitteln hat sich der Preisauftrieb verlangsamt, hier stiegen die Preise zuletzt nur noch um gut ein Prozent. Allerdings sinken die Energiepreise nach deutlichen Rückgängen in den vergangenen Jahren kaum noch. Profitieren können die Verbraucher etwa vom Wegfall der Gasumlage und von geringeren Netzentgelten. Allerdings steht eine „deutliche Entlastung der Verbraucher nicht in Aussicht“, sagt der Chefökonom des Vermögensverwalters HQ Trust, Michael Heise, mit Blick auf 2026.

Zwar ist die Preiswelle ausgelaufen, die Deutschland nach dem russischen Überfall auf die Ukraine erfasst hatte. Damals verteuerten sich Energie und Lebensmittel rasant. Das ließ die Inflationsrate hochschnellen auf 6,9 Prozent im Jahr 2022 und 5,9 Prozent 2023, bis sie sich 2024 normalisierte auf 2,2 Prozent.

Gefühlt ist die Inflation aber viel höher: In einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) schätzten die Teilnehmer die Teuerungsrate 2024 auf 15,3 Prozent – also rund siebenmal höher, als sie tatsächlich war.

Das liegt nicht zuletzt an teureren Nahrungsmitteln. Der Europäischen Zentralbank zufolge sind die Lebensmittelpreise in Deutschland seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 um über ein Drittel gestiegen – und die spüren Verbraucher beim täglichen Einkauf besonders. So ist auch von „Supermarkt-Inflation“ die Rede.

Das Statistische Bundesamt analysiert jeden Monat, wie sich die Preise entwickelt haben. Dazu notieren die Statistiker in Geschäften, was Obst und Gemüse, Schuhe oder Möbel kosten. Wie hoch ist die Wohnungsmiete, was kostet Sprit an der Tankstelle? Tausende Einzelpreise von Waren und Dienstleistungen werden repräsentativ nach dem stets gleichen Schema erfasst. Die durchschnittliche Preisentwicklung für eine Güterart wird dann mit dem Ausgabenanteil gewichtet, den die Haushalte für diese Güterart ausgeben.

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