Doch bis dahin muss man erst einmal kommen. Bereits in der Woche vor der Gala werden ganze Straßenblöcke weiträumig abgeriegelt. Meterhohe Zäune und Hunderte Sicherheitsleute schützen am Tag der Verleihung das Gelände vor ungebetenen Gästen. Autos dürfen nur mit speziellem Zufahrtsschein in die rote Zone, die Fahrzeuge werden vor der Einfahrt auf Sprengstoff und andere Gefahren untersucht.
Wer zu Fuß auf den roten Teppich will, muss durch einen Security-Bereich mit Detektoren ähnlich wie am Flughafen. Die eigentliche Verleihung, die in rund 200 Länder übertragen wird, beginnt zwar erst gegen 16 Uhr Ortszeit, aber schon mittags müssen alle Journalisten am roten Teppich sein. Im Oscar-Saal selbst ist außer dem US-Senders ABC, der die Verleihung live im TV und online überträgt, keine Presse erlaubt.
Nachdem sie ihre Auszeichnung entgegengenommen haben, stehen die Gewinner den ausgewählten internationalen Journalisten im Presseraum hinter den Kulissen Rede und Antwort, bevor sie ihre Goldjungen gravieren lassen. Die Trophäen bleiben bis zuletzt leer, um die Geheimhaltung der Preisträger länger zu wahren. Auf dem Governors Ball, der offiziellen After-Party im Ray Dolby Ballroom über dem Theater, steht dann eine Station für die Gravur der Inschriften bereit.
Dort gibt es gegen 19.30 Uhr auch erstmals Essen. Während der Verleihung darf nichts verzehrt werden. Die Regeln sind streng, selbst für Toilettengänge. Während die Promis das stille Örtchen aufsuchen, werden ihre Sitze im Saal von eigens engagierten Platzhaltern gefüllt, damit während der Ausstrahlung keine hässlichen Lücken zu sehen sind. Nach der rund dreistündigen Show haben die Stars deshalb großen Hunger.
Für den Gaumenschmaus nach der Verleihung ist ein Österreicher zuständig: zum 32. Mal kreiert Sternekoch Wolfgang Puck die Speisen, die den rund 1.500 erlesenen Gästen serviert werden. Mit seinem 120-Mann starken Team bereitet er zahlreiche kleine Köstlichkeiten zu, insgesamt 40 verschiedene Gerichte auf 25.000 Tellern.












