
Auto im Winter
Autobatterie tot bei Frost: Warum der zweite Startversuch es schlimmer macht
Aktualisiert am 12.01.2026 – 13:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Springt das Auto bei Frost nicht an, wird häufig erneut gestartet. Doch das kann die Batterie endgültig lahmlegen. Welche Maßnahmen in diesem Fall helfen.
Wenn die Temperaturen fallen, zeigt sich im Winter oft ein altbekanntes Problem: Die Autobatterie versagt plötzlich ihren Dienst. Besonders betroffen sind Fahrzeuge, die selten bewegt oder im Freien geparkt werden.
In dieser Situation herrscht meist Hektik. Wenn der Motor nicht anspringt, scheint ein zweiter Startversuch die naheliegende Lösung zu sein. Doch genau dieser kann den Schaden vergrößern und die Batterie endgültig lahmlegen.
Autobatterien versagen bei Frost oft schon beim ersten Startversuch, und der zweite Versuch verschlimmert die Lage durch tiefe Entladung. Kälte verlangsamt chemische Prozesse in der Batterie, während Fehlstarts hohe Stromstärken zur Folge haben. Mit richtiger Pflege lassen sich Schäden vermeiden.
Niedrige Temperaturen bremsen die chemischen Reaktionen im Blei-Säure-Akku stark ab, wodurch die Kapazität um bis zu 50 Prozent bei minus zehn Grad sinkt. Gleichzeitig steigt der Widerstand im kalten Motoröl, was mehr Startstrom erfordert. Dadurch reicht die Leistung oft nicht aus, um den Anlasser zu drehen.
Beim ersten Fehlstart entlädt sich die geschwächte Batterie teilweise, was die Spannung unter zehn Volt drückt. Der zweite Versuch zieht dann noch höhere Ströme, was zu Sulfatbildung an den Platten führt und die Batterie dauerhaft schädigt. Das Risiko einer Totalausladung steigt exponentiell.
Nach einer Messung mit dem Multimeter ist ein Wert über 12,6 Volt ideal; darunter wird besser nachgeladen. Regelmäßige Kontrollen verhindern Schwund durch Kurzstrecken und Verbraucher wie Sitzheizung. Der Werkstatt-Check im Herbst schützt vor Winterpannen.
Es gilt, die Pole zu reinigen, um Kriechströme zu vermeiden. Fett schützt zusätzlich. Feste Klemmen und trockene Oberflächen verhindern Selbstentladung. Bei wartungsfreien Akkus sollte man den Flüssigkeitsstand ignorieren, nur laden.
Es ist sinnvoll, die Garage zu nutzen oder eine Thermohülle anzuwenden, diese aber bei Wärme wieder zu entfernen. Vor dem Start kann man die Scheinwerfer kurz einschalten, um Batterie anzuwärmen. Das geht aber nur nur bei einem „gesunden“ Akku. Längere Fahrten statt Kurzstrecken fördern übrigens die Aufladung.
Ein sinnvoller nächster Schritt ist es, die Batterie regelmäßig prüfen zu lassen. Viele Werkstätten oder Pannendienste bieten kostenlose Tests an. Wer sein Auto in der kalten Jahreszeit zuverlässig starten möchte, kann zudem über einen Batterielader oder einen Starthilfe-Booster nachdenken. Und im Zweifel helfen ADAC, Werkstatt oder Hersteller-Hotline schnell weiter, bevor aus einem kleinen Kälteproblem ein teurer Schaden wird.











