
Kaltes oder heißes Wasser?
Dann kommt das Salz ins Kochwasser
Aktualisiert am 16.01.2026 – 10:14 UhrLesedauer: 1 Min.
Ohne Salz im Kochwasser schmecken Nudeln, Reis, Kartoffeln und Co. nicht. Doch wann ist der beste Zeitpunkt für die Prise?
Wer Nudeln, Kartoffeln oder Gemüse kocht, gibt meist Salz ins Kochwasser. Aber kennen Sie den Grund? Die Verbraucherzentrale Bayern klärt auf: Das im Wasser gelöste Salz verhindert, dass Geschmacksstoffe aus dem Produkt ins Wasser übergehen. So bleibt das Aroma der Lebensmittel besser erhalten.
Die Salzlösung hat zwar andere physikalische Eigenschaften als Wasser pur, erklären die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts. Ungesalzenes Nudelwasser kocht bei 100 Grad Celsius. „Gut gesalzenes Nudelwasser kocht allerdings schon bei etwa 101 Grad Celsius“, so die Forschenden. Der minimal höhere Siedepunkt falle in der Praxis kaum auf. Durch den Zeitpunkt der Salzzugabe lässt sich weder Energie noch Kochzeit einsparen, stellen sowohl die Wissenschaftler als auch die Verbraucherzentrale klar.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt dennoch, das Salz dann zuzugeben, wenn das Wasser bereits warm ist. Aus einem ganz einfachen Grund: Das schone das Kochgeschirr. Denn im kalten Wasser lösen sich die Salzkristalle schlechter, sinken ab und können vor allem bei Edelstahlgeschirr zu Korrosion am Boden des Topfes führen.
Wichtig ist wiederum, nicht zu spät zu salzen. Denn das Salz muss genug Zeit haben, um sich im Kochwasser aufzulösen. Salz im Kochwasser verhindert, dass die Aromen und Geschmacksstoffe des Kochguts ins Wasser übergehen und dann die Lebensmittel fad schmecken, erklärt das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen-ZEHN.










