
Es geht wieder aufwärts
Wann fängt der Frühling wirklich an?
Aktualisiert am 08.02.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 4 Min.
Der Winter endet, der Frühling naht: Was ist der Unterschied zwischen kalendarischem und meteorologischem Frühlingsanfang? Alle Infos zur Jahreszeit.
Schmetterlinge im Bauch und auf den Blumen, Sonne auf der Haut und im Herzen: Wenn die Zugvögel zurückkommen und es endlich wieder Frühling im Kalender wird, blühen nicht nur Pflanzen auf. Auch wir spüren die neue Jahreszeit. Doch beginnt der Frühling am 1. März? Die Antwort ist Jein.
Hier gibt es drei verschiedene Termine:
Besonders im Mittelalter richteten sich die Menschen eher nach dem phänologischen Frühling und führten noch heute teilweise gültige Bauernregeln ein.
Genau wie Pflanzen wenden sich auch Menschen zur Sonne hin, sobald die ersten Strahlen durch die Wolken dringen. So ist es kein Wunder, dass die Menschen in Parks und Cafés strömen, sobald sich die Sonne nach dem Winter blicken lässt und die Tageslänge ansteigt.
Im Frühjahr steht die Sonne wieder höher am Himmel, dadurch gelangen mehr Sonnenstrahlen auf die Haut und dringen in sie ein. Ist die UV-B-Strahlung erst mal in der dünnen Oberhaut angekommen, beginnt der Körper mit der Produktion eines lange unterschätzten Stoffes: Vitamin D.
Eigentlich ist Vitamin D kein richtiges Vitamin, sondern ein lebenswichtiges Hormon. Mit der Nahrung können wir nicht genug aufnehmen, daher müssen wir regelmäßig ins Freie. Aus Studien mit U-Boot-Fahrern, die in ihrer Blechröhre wochenlang keine Sonne sehen, weiß man: Wir können Vitamin D zwar speichern. Aber der Vorrat reicht wohl nur für einige Monate. Spätestens nach dem dunklen Winter haben viele Deutsche einen Mangel – und sehnen sich nach Sonne.
Wie wertvoll Vitamin D ist, verrät schon der wissenschaftliche Name des Hormons: Calciferol, auf Deutsch „Kalkbringer“. Das Hormon hilft, Kalk (Kalcium) dorthin zu transportieren, wo er gebraucht wird – in die Knochen und die Muskeln. Im Frühling steigt also unsere Muskelkraft, die Knochen werden dichter und damit stabiler. Ein Tag im Freien macht acht Tage ohne Sonnenlicht wett.
Die Sonnenstrahlung wirkt aber nicht nur über das Licht, sondern auch über die Wärme. Einige Forscher erklären so die Frühjahrsmüdigkeit, die so manchen befällt. Man muss sich die ersten Frühlingstage demnach vorstellen wie eine sehr laue Dauersauna: Durch die Wärme weiten sich die Adern, der Blutdruck sinkt, wir fühlen uns zunächst müde und schlapp. Hat sich der Organismus einmal angepasst, ist es auch mit der Frühjahrsmüdigkeit vorbei.











