Wal-Initiative droht zu zerfallen
Riesen-Knall im Team Timmy
Aktualisiert am 21.04.2026 – 11:07 UhrLesedauer: 3 Min.

Buckelwal Timmy soll gerettet werden. Eine Initiative hat dazu zwei Tierärztinnen auf die Insel Poel gebracht. Jetzt sind offenbar beide weg. Auch die Sprecherin der Initiative schmeißt hin.
Die private Initiative, die sich um die Rettung von Buckelwal Timmy bemüht, steckt in einer Krise. Es sind drei Nachrichten in kurzer Abfolge, die dies nahelegen: Zuerst hat die Initiative am Montag innerhalb weniger Stunden zwei Tierärztinnen verloren. Und dann verließ am Dienstagmorgen auch noch die bisherige Pressesprecherin das Team aufgrund „interner Differenzen“.
Jetzt ist fraglich, wie es weitergeht. „Wenn das so ist, dann müssen wir uns anschauen, ob das alles noch gewährleistet ist“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Dienstag Reportern vor Ort.
Im Video | Wal Timmy: Helfer rücken mit schwerem Gerät an
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Zuvor hatte die Medizinerin, die auf der Insel Föhr eine Tierarztpraxis betreibt, noch auf einer Pressekonferenz Hoffnung für den Wal verbreitet: „Wir sind uns alle einig, das ganze Tierarztteam und die Biologen: Er hat eine Chance da draußen. Und er ist sehr munter.“
So einig war sich das Team aber offenbar nicht in allen Punkten: Kurz darauf wurde ein Streit innerhalb der Initiative öffentlich. Die extra aus Hawaii angereiste Tierärztin Jenna Wallace soll demnach die Gruppe der Wal-Helfer verlassen und sich umgehend auf den Rückweg in die USA gemacht haben. Der deutsche Online-Nachrichtenkanal News5 meldete, sie habe am Telefon „Chaos im Helferteam“ und fehlende Expertise beklagt.
Insbesondere zwei Mitglieder der Gruppe hätten sich wiederholt über ihre medizinischen Anweisungen hinweggesetzt, hieß es. Im Internet veröffentlichte die Medizinerin unterdessen eine Erklärung, bei der sie zwei nicht namentlich genannte Personen heftig kritisierte, und betonte, sie glaube nicht an „Walflüsterei“. Menschen, die meinten, eine besondere Verbindung zu einem Tier aufbauen zu können und den Wunsch hegten, sich dabei zu filmen, sollten wenigstens nicht das Wohl des Wals übergehen und die Rettungsmaßnahmen stören.











