Trotz sinkender Verkaufszahlen
VW verzeichnet Überraschungserfolg in China
13.04.2026 – 13:23 UhrLesedauer: 3 Min.
VW verkauft immer weniger Autos: Vor allem in China und den USA muss der Konzern deutliche Rückgänge hinnehmen.
Der Volkswagen-Konzern (VW) leidet weiter unter schwachen Verkaufszahlen, vor allem in China und den USA. Weltweit drückte das die Zahl der Auslieferungen im Konzern in den Monaten Januar bis März auf nur noch 2,05 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken, 4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mitteilte. Seinen weltweiten Marktanteil habe der Konzern dennoch weitgehend stabil gehalten, hieß es. Allerdings bei einem deutlich geschrumpften Gesamtmarkt.
„Der weltweite Automobilmarkt ging bis Ende März insgesamt zurück“, sagte Audi-Vertriebsvorstand Marco Schubert, der das Ressort auch im Gesamtkonzern betreut. „Die Volkswagen Group hat ihren globalen Marktanteil dennoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weitgehend stabil gehalten.“ Der Krieg im Nahen Osten habe bisher noch keine größeren Auswirkungen auf die Gesamtauslieferungen des VW-Konzerns.
In China, wo Volkswagen mit einem schrumpfenden Markt und lokaler Konkurrenz zu kämpfen hat, wurden in dem Quartal noch 548.700 Fahrzeuge übergeben, fast 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In Nordamerika, wo Europas Autobauer unter den neuen Zöllen von Präsident Donald Trump leiden, sackte die Zahl der Auslieferungen um mehr als 13 Prozent auf noch 205.500 Fahrzeuge ab. In den USA lag das Minus sogar bei 20,5 Prozent.
In China gab es dennoch einen Überraschungserfolg: In den ersten drei Monaten stieg die Marke VW inklusive Jetta dort wieder zum Marktführer auf. Das lag vor allem an Änderungen der E-Auto-Förderung, unter denen einheimische Elektro-Marken litten. VW dagegen konnte dank seines starken Verbrenner-Geschäfts seinen Marktanteil wieder etwas ausbauen. Die Wolfsburger gehen aber nicht davon aus, dass das bis Jahresende so bleiben wird.
Im vergangenen Jahr hatte VW in China bei den Neuzulassungen nur noch auf Platz drei gelegen, hinter dem E-Auto-Bauer BYD und der Volvo-Mutter Geely. Zuvor war VW jahrzehntelang Marktführer in dem Land gewesen. Der Konzern hatte zuletzt betont, Platz drei auf jeden Fall verteidigen zu wollen.
In Deutschland und auch in ganz Europa legte Europas größter Autobauer dagegen zu. In Westeuropa wurden fast 850.000 Autos ausgeliefert, 4,2 Prozent mehr als vor einem Jahr, in Osteuropa waren es 135.000, ein Plus von 7,6 Prozent. In Deutschland lag das Plus bei 4,8 Prozent. Auch in Südamerika legte der Konzern zu, um 7 Prozent auf 148.000 Fahrzeuge. Die Rückgänge in China und Nordamerika konnte das aber nicht ausgleichen.











