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Home » Vorstandsboss Dreesen wünscht sich Rückkehr von Thomas Müller
Sport

Vorstandsboss Dreesen wünscht sich Rückkehr von Thomas Müller

By zeit-heute.deJanuar 7, 20264 Mins Read
Vorstandsboss Dreesen wünscht sich Rückkehr von Thomas Müller
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Mit Kasper ist der Vorstand um Sie und Sportvorstand Max Eberl nun wieder komplett. Sie haben Ihren Vertrag als Vorstandsboss im vergangenen Jahr verlängert. Herbert Hainer wurde erneut zum Präsidenten gewählt. Auch Cheftrainer Vincent Kompany hat seinen Vertrag beim FC Bayern langfristig verlängert. Wie groß ist Ihre Hoffnung, dass der FC Bayern nach den turbulenten vergangenen Jahren mit vielen Personalwechseln jetzt auch auf der Führungsebene wieder zu Konstanz und Kontinuität zurückfindet?

Ich denke, dass wir das schon im letzten halben Jahr gezeigt haben. Es ist beim FC Bayern deutlich ruhiger geworden – im positiven Sinne. Wir haben kontinuierlich an unseren Aufgaben gearbeitet, ohne groß darüber in der Öffentlichkeit zu sprechen. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, dass nicht nur die Ruhe wieder eingekehrt ist, sondern dass wir auch nachhaltig an unseren Herausforderungen arbeiten. Und genau darum geht es ja am Ende des Tages.



Ich wünsche mir, dass er eine wichtige Rolle bei uns einnimmt


Jan-Christian Dreesen über Thomas Müller


Beim letzten Heimspiel vor Weihnachten war Thomas Müller im Stadion zu Besuch. Und saß mit Ihnen und den anderen Führungskräften in der Vorstandsreihe. Wie hat Ihnen dieses Bild gefallen? Und ist es auch Ihr Wunsch, dass das in Zukunft vielleicht mehr als nur eine Momentaufnahme werden könnte?

Dieses Bild, das Sie ansprechen, ist mir in seiner Symbolik erst später bewusst geworden, als ich die Aufnahmen aus dem Stadion gesehen habe. Ich schätze Thomas sehr. Er hatte mich angerufen, bevor er ins Stadion kam. Und da habe ich ihn spontan auf die Ehrentribüne eingeladen. Ich habe mich total gefreut, dass er da war. Und ich würde mir für die Zukunft sehr wünschen, dass er irgendwann eine Rolle bei uns einnimmt – eine wichtige Rolle. Er will momentan noch spielen, das hat er ja schon mehrfach gesagt. Und das ist auch gut so, denn wenn man mit ihm spricht, dann spürt man noch dieses Feuer, auf dem Platz zu stehen. Er hat noch so viel Zeit vor sich und er wird immer einen Platz bei uns beim FC Bayern haben.

Karl-Heinz Rummenigge, Thomas Müller, Max Eberl und Jan-Christian Dreesen (v. l.): Die Bayern-Bosse saßen gemeinsam mit dem Weltmeister von 2014 auf der Ehrentribüne.Vergrößern des Bildes
Karl-Heinz Rummenigge, Thomas Müller, Max Eberl und Jan-Christian Dreesen (v.l.n.r.): Die Bayern-Bosse saßen gemeinsam mit dem Weltmeister von 2014 auf der Ehrentribüne. (Quelle: IMAGO/Markus Ulmer)

Wie sind Sie da jetzt mit ihm verblieben? Haben Sie sich darauf verständigt, zu gegebener Zeit dann konkreter darüber zu sprechen?

Thomas hat jetzt erst mal eine neue Saison vor sich in Vancouver und nach dem verlorenen Finale mit den Whitecaps gegen Inter Miami auch noch mal eine große Herausforderung. Er weiß um die Bedeutung, die er für den FC Bayern hat, und er weiß auch, dass unsere Türen für ihn immer offen sind. Er nimmt sich die Zeit jetzt für sich und das ist auch total in Ordnung so.

Wenn wir über die aktuelle und zukünftige Führung des FC Bayern reden, müssen wir auch über Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge sprechen, die mittlerweile im Aufsichtsrat sitzen. Wie wichtig sind die beiden nach wie vor auch als direkte Ansprechpartner für Sie und die gesamte Klubführung?

In dem Namen Aufsichtsrat ist das Wort „Rat“ ja schon drin. Sowohl Uli als auch Karl-Heinz stehen uns, dem Vorstand, und mir auch persönlich mit Rat zur Seite – aus ganz unterschiedlichen Konstellationen.

Karl-Heinz hat die Rolle, die ich heute wahrnehme, über viele, viele Jahre selbst geprägt. Er kennt sich allein deswegen extrem gut aus, außerdem verfügt er über ein ganz großes internationales Netzwerk. Und Uli steht wie kein anderer für den FC Bayern als Macher und Antreiber. Ich würde fast sagen, der FC Bayern ohne Uli, ohne die beiden, das ist sehr schwer vorstellbar. Von daher ist jeder Rat willkommen.

Haben Sie manchmal den Gedanken, dass das Finale dahoam in der Champions League in München im vergangenen Jahr vielleicht einfach nur ein Jahr zu früh kam?

Natürlich hätte ich mir unglaublich gewünscht, dass wir es in dieses Endspiel schaffen. Vielleicht war es zu früh. Aber wir werden irgendwann wieder ein Finale dahoam haben, und dann werden wir einen neuen Anlauf nehmen.

Es ist zu vernehmen, dass das vielleicht gar nicht so weit in der Zukunft liegen muss und es schon 2028 wieder die Möglichkeit für ein Champions-League-Finale in München geben könnte. Wie konkret sind Ihre Gedankenspiele und Ihre Bemühungen darum bereits?

Die Stadt München muss bis Juni 2026 eine offizielle Bewerbung bei der Uefa einreichen. Aktuell sind wir der einzige Bewerber. Im September 2026 folgt dann die Entscheidung vom Uefa-Exekutivkomitee, wo das Finale stattfinden wird. Wir bemühen uns natürlich darum, das ist klar. Wir haben mit der Allianz Arena die perfekte Infrastruktur für so ein großes Finale, das weiß auch die Uefa.

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