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Home » Vorhersagen zeichnen Eiswinter-Szenario für Deutschland
Panorama

Vorhersagen zeichnen Eiswinter-Szenario für Deutschland

By zeit-heute.deFebruar 8, 20262 Mins Read
Vorhersagen zeichnen Eiswinter-Szenario für Deutschland
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Entscheidend bleibt, ob sich eine Nordwest- oder eine Nordwetterlage einstellt. Nach der aktuellen Wettervorhersage gelangt im Zeitraum vom 18. bis 20. Februar zumindest ein Teil der umgeleiteten sibirischen Kaltluft in der Höhe bis an die Alpen. Über Deutschland gehen die Temperaturen damit vorübergehend in einen nasskalten Bereich zurück und liegen zwischen minus 1 und plus 6 Grad. Schnee- oder Schneeregenschauer sind dann auch abseits der höheren Lagen möglich. Von einer durchgreifenden Rückkehr des Winters kann jedoch nicht gesprochen werden.

Welches Wetterszenario eintrifft, entscheidet vor allem der Polarwirbel. Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt für t-online das Prinzip: „Der Polarwirbel kann vereinfacht als ein großräumiges Windsystem verstanden werden, das im Winter sehr kalte Luft über der Arktis zusammenhält. Solange dieses System stark und stabil ist, bleibt die Kälte weitgehend im hohen Norden eingeschlossen.“ Komme es jedoch zu einer starken Störung oder zu einem Split, gerate dieses Gleichgewicht aus den Fugen.

„Für unsere Breiten würde dies ein winterliches Szenario begünstigen, mit unterdurchschnittlichen Temperaturen, verbreitetem Frost und – je nach genauer Strömung – auch mit Schnee“, führte Jung weiter aus. „Solche Wetterlagen sind oft relativ stabil und können mehrere Tage bis Wochen anhalten, wobei Intensität und regionale Ausprägung stark variieren.“

Der Wetter-Experte blickt derzeit mit Sorge auf den Polarwirbel: „Sollte der Polarwirbel jetzt weiter nachgeben oder sogar kollabieren, käme der Winter mit Verzögerung, aber voller Wucht zurück“, schreibt er in seiner Kolumne für die „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“. „Die atmosphärischen Blockaden hätten das Potenzial, sich bis in den Monatsausklang zu halten.“

Die Wahrscheinlichkeit für eine ausgeprägte hochwinterliche Phase bleibt zwar begrenzt, schwankt aber deutlich. Je nachdem kippt die Entwicklung entweder in Richtung eines späten Winterintermezzos – oder in Richtung einer weiter dominierenden milden Witterung. Sicher ist vorerst nur eins: Der Winter ist noch nicht vorbei.

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