Erste Lücken in den Regalen
Vor Ostern: Experten sehen eine Eierknappheit
05.03.2026 – 04:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Eier sind in vielen Supermärkten derzeit knapper als gewohnt. Branchenvertreter sprechen von einer angespannten Situation.
Eier sind in Supermärkten zuletzt zeitweise knapper geworden. In manchen Geschäften fehlen einzelne Sorten, und die Auswahl ist eingeschränkt. Branchenvertreter sprechen dennoch nicht von einer Krise, sondern von einer angespannten, aber stabilen Lage.
Ein Sprecher der Rewe Gruppe erklärte, die Situation bleibe wegen der Vogelgrippe für die gesamte Branche herausfordernd. Das Unternehmen stehe in engem Austausch mit Lieferanten und wolle so die Versorgung sichern. Auch der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels teilte mit, die Versorgung sei wieder stabil.
Marktexperten sehen ebenfalls keinen Notstand. Margit Beck vom Informationsdienst Marktinfo Eier und Geflügel sagte: „Es gibt keinen Notstand, aber eine Eierknappheit“. Die Regale seien nicht leer, jedoch gebe es teilweise Lücken und eine kleinere Auswahl.
Auch der Vorsitzende des Bundesverbands Ei, Hans-Peter Goldnick, beschrieb den Markt als knapp versorgt, aber weiterhin beliefert. Laut der Branche erzeugt die hohe Nachfrage vor Ostern weiteren Druck. Färbereien kaufen in dieser Zeit große Mengen Eier, die dem Markt vorübergehend fehlen.
Im vergangenen Jahr mussten wegen der Vogelgrippe mehrere Hunderttausend Tiere gekeult werden. Der Wiederaufbau der Bestände dauert jedoch länger. Gastronomie und Lebensmittelindustrie spüren die Knappheit stärker, da der Handel bevorzugt beliefert wird.
Auch strukturelle Veränderungen begrenzen das Angebot. Ende 2025 stellten die letzten Betriebe mit Kleingruppenhaltung die Produktion ein. Diese Eier wurden vor allem in der Lebensmittelindustrie verwendet, wodurch sich laut Landwirtschaftskammer NRW die Warenströme verändert haben.
Die Produktion ist laut Marktinfo Eier und Geflügel im Jahr 2025 zwar um rund 0,5 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist die Nachfrage noch stärker gewachsen. Dadurch sind auch die Preise gestiegen.
Im vergangenen Jahr zahlten Kunden im Schnitt 2,02 Euro für zehn Eier aus Bodenhaltung. Derzeit kostet die günstigste Packung vielerorts etwa 2,49 Euro. Neben Angebot und Nachfrage treiben laut Experten auch höhere Löhne, steigende Mautgebühren und Energiekosten die Preise.











