
Land Cruiser wird 75
Erst abgelehnt, dann Blockbuster: Der Verlierer, der zum Weltstar wurde
04.02.2026 – 08:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Er bezwang Vulkane und rettete Filmstars vor Dinosauriern. Doch die Karriere dieses Offroaders begann mit einer krachenden Niederlage. Und führte später sogar zu Ermittlungen eines US-Ministeriums.
Manchmal muss man scheitern, um die Welt zu erobern. Anfang der 1950er-Jahre wollte Toyota einen Geländewagen für die japanische Polizei bauen. Doch die Behörde lehnte ab und entschied sich für die Konkurrenz von Mitsubishi.
Aber Toyota gab nicht auf. Ein Testfahrer jagte den Prototypen den japanischen Berg Fuji hinauf – bis auf weit über 2.000 Höhenmeter. Diese Kletterpartie beeindruckte die Fachwelt und legte den Grundstein für eine 75-jährige Weltkarriere.
Heute zählt der Land Cruiser neben dem Jeep Wrangler und der Mercedes G-Klasse zu den letzten echten Geländewagen-Koryphäen. Bislang verkaufte Toyota über elf Millionen Exemplare in 170 Ländern.
Sogar Hollywood liebt den Japaner: In „Jurassic Park“ flüchteten die Helden im Toyota vor Dinosauriern, in „James Bond“ und „Mad Max“ tauchte er ebenfalls auf und spiegelte die Unverwüstlichkeit der Helden wider.
Aber auch die nackten Zahlen beeindrucken: In 15 Generationen wurden über 100 Varianten entwickelt. Expeditionen führten ihn bis zum Nordpol. Und im Jahr 2004 fuhr er als erstes Auto auf über 6.000 Meter Höhe und erreichte damit den Gipfel des Vulkans Ojos del Salado in Chile.
Doch die Robustheit hat eine Schattenseite. Weil der Wagen selbst in den entlegensten Gebieten ewig hält, wird er auch von Gruppen genutzt, mit denen Toyota nicht werben will. Als der Islamische Staat (IS) bei Terroraktionen auffällig oft im Land Cruiser fuhr, verlangte das US-Finanzministerium nach Antworten. Toyota musste offiziell erklären, wie die Extremisten in den Besitz der Fahrzeuge gelangt waren.









