Kommt der Wohnungsbau voran?
Mehr Baugenehmigungen – doch es gibt einen Haken
01.04.2026 – 13:41 UhrLesedauer: 1 Min.
In Berlin wurden 2025 so viele Wohnungen genehmigt wie seit Jahren nicht. Doch da die Baupreise steigen, bleibt die Frage, ob aus den Genehmigungen auch Wohnungen werden.
Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat für das Jahr 2025 mehr als 13.750 genehmigte Wohnungsbauprojekte in Berlin gemeldet. Das waren 40,7 Prozent mehr als im Vorjahr – der erste Anstieg seit acht Jahren.
Knapp 10.800 dieser Einheiten sollen laut Amt in neuen Mehrfamilienhäusern einschließlich Wohnheimen entstehen. Mehr als 2.100 weitere Wohnungen seien in Bestandsgebäuden geplant, etwa über Dachgeschossausbauten oder Nutzungsänderungen. Das entspreche einem Plus von knapp 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Entwicklung verlief bezirksweise unterschiedlich. In Neukölln vervierfachte sich die Zahl der genehmigten Projekte. Den stärksten Rückgang verzeichnete den Statistikern zufolge Charlottenburg-Wilmersdorf mit einem Minus von 47,2 Prozent.
Hohe Baupreise als zentraler Grund dafür, dass der Wohnungsbau in Berlin in den Vorjahren stagnierte. Im Februar 2026 lagen die Preise für den Wohnungsneubau in Berlin um 4,9 Prozent über dem Vorjahresmonat. Rohbauarbeiten verteuerten sich um 3,3 Prozent, Ausbauarbeiten um 6,1 Prozent.
Ob der Anstieg bei den Genehmigungen im Jahr 2026 anhält, ist offen.












