Rauchen und Alkoholkonsum

Der Verzicht kann gleich zwei Krankheiten vorbeugen


27.07.2026 – 15:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Frau beim Gesundheitscheck (Symbolbild): Ein gesunder Lebensstil kann dem mit zunehmendem Alter steigenden Risiko für Herzprobleme und Krebs entgegenwirken. (Quelle: FatCamera/getty-images-bilder)

Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen sind die häufigsten Todesursachen in Deutschland. Wie eng beides miteinander verbunden ist, zeigt eine neue Studie.

Brustkrebs und Vorhofflimmern haben trotz ihrer unterschiedlichen Entstehung gemeinsame beeinflussbare Risikofaktoren: Das hat eine kürzlich in der Fachzeitschrift „Journal of the American Heart Association“ veröffentlichte Studie ergeben. Demnach stehen besonders Rauchen und Alkoholkonsum mit einem erhöhten Risiko für beide Erkrankungen in Zusammenhang. Zudem könnten Übergewicht, Bewegungsmangel und eine ungesunde Ernährung eine Rolle spielen.

Verschiedene Krankheiten, gemeinsame Einflussfaktoren

Brustkrebs ist ein bösartiger Tumor in der Brustdrüse. Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, bei der sich die Herzvorhöfe nicht mehr richtig zusammenziehen, wodurch der Puls oft beschleunigt und unregelmäßig ist und die Pumpleistung des Herzes sinkt. Auf den ersten Blick haben die beiden Erkrankungen also wenig miteinander zu tun. Eine Analyse internationaler Gesundheitsdaten legt jedoch nahe, dass ihnen in vielen Ländern ähnliche Muster im Lebensstil zugrunde liegen.

Schon gewusst?

In Deutschland ist Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebsart bei Frauen: Etwa jede achte erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Vorhofflimmern ist hierzulande ebenfalls weitverbreitet: Im Alter von 60 Jahren sind rund fünf Prozent aller Erwachsenen betroffen, im Alter von 70 Jahren sind es bereits circa zehn Prozent.

Daten aus 204 Ländern und Regionen analysiert

Für die Untersuchung wertete ein Forschungsteam der Peking University Daten von Frauen ab 55 Jahren aus 204 Ländern und Regionen aus. Der Fokus lag dabei auf 58 möglichen gesundheitlichen Einflussfaktoren, darunter Rauchen, Alkoholkonsum, Körpergewicht beziehungsweise Body-Mass-Index und körperliche Aktivität.

In rund 40 Prozent der einbezogenen Länder war die Häufigkeit von Brustkrebs und Vorhofflimmern ähnlich hoch. Besonders betroffen waren wohlhabende westliche Länder wie die USA, Kanada, Australien und viele europäische Staaten.

Vor allem Alkohol und Rauchen erhöhen das Risiko

Aus der Datenanalyse geht hervor, dass Alkohol- und Tabakkonsum die wichtigsten gemeinsamen Risikofaktoren für Brustkrebs und Vorhofflimmern sind. Nach den Berechnungen des Forschungsteams könnte Alkohol weltweit für rund neun Prozent der gesundheitlichen Belastung durch Brustkrebs und rund acht Prozent der gesundheitlichen Belastung durch Vorhofflimmern verantwortlich sein.

Würde der Alkoholkonsum auf ein Minimum gesenkt, könnte sich die Zahl der Erkrankungen somit möglicherweise deutlich verringern. Auch beim Rauchen ergab die Datenanalyse einen klaren Zusammenhang mit dem Risiko für Brustkrebs und Vorhofflimmern. Das Forschungsteam schätzt, dass weltweit allein durch einen verringerten Alkohol- und Tabakkonsum rund 15 Prozent weniger Menschen an Brustkrebs und rund 12 Prozent weniger an Vorhofflimmern erkranken könnten.

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Auch andere Lebensstilfaktoren sind bedeutsam

In westlichen Industrieländern spielen neben Alkohol und Rauchen weitere Lebensstilfaktoren eine Rolle. So könnten laut der Studie besonders Übergewicht und Bewegungsmangel die Entstehung von Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen begünstigen. Diese Risikofaktoren zusätzlich auszuschalten, könnte die Häufigkeit von Brustkrebs und Vorhofflimmern demzufolge wohl noch weiter verringern.

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