Millionen beschlagnahmt
Verschwundenes Vermögen von Ursula Andress: Neue Spur
26.03.2026 – 17:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Filmstar Ursula Andress machte kürzlich publik, dass ihr Millionen fehlen. Das erste Bond-Girl verdächtigte seinen Vermögensverwalter – in Italien sind die Gelder mutmaßlich wieder aufgetaucht.
In Italien hat die Polizei Immobilien, Grundstücke und andere Vermögenswerte mit einem Gesamtwert von 20 Millionen Euro beschlagnahmt, die im Kontext der mutmaßlichen Veruntreuung des Vermögens der Schweizer Schauspielerin Ursula Andress stehen sollen. Die Ermittler stießen auf 11 Immobilien sowie 14 Grundstücke in dem Ort San Casciano Val di Pesa unweit von Florenz in der Toskana, wie die italienische Finanzpolizei mitteilte.
Die 90-jährige Andress wurde 1962 für ihre Rolle als erstes Bond-Girl in „James Bond – 007 jagt Dr. No“ an der Seite von Sean Connery weltberühmt. Anfang des Jahres machte sie in der Schweizer Zeitung „Blick“ publik, eine drastische Verringerung ihres Vermögens festgestellt zu haben. Sie verdächtigte ihren früheren Vermögensverwalter, rund 18 Millionen Franken (circa 20 Millionen Euro) veruntreut zu haben. Der in der Schweiz tätige Vermögensverwalter war 2025 gestorben.
„Ich stehe noch immer unter Schock. Man hat mich gezielt als Opfer ausgewählt“, erklärt sie dem Medium. Sie beschrieb, wie sie „acht Jahre lang umgarnt und umworben“ wurde, während man ihr Vertrauen „auf perfide, ja kriminelle Weise“ ausnutzte. Die emotionalen Folgen des mutmaßlichen Betrugs belasten sie schwer. „Ich bin so niedergeschlagen.“ Sie leide unter Schlaflosigkeit, Angst- und Wutausbrüchen.
Andress, die seit Langem in Italien lebt, hatte im September 2025 im Kanton Waadt Anzeige erstattet. Die dortige Staatsanwaltschaft bestätigt eine Strafuntersuchung wegen Untreue, Urkundenfälschung und Geldwäscherei. Sie habe eine Spur veruntreuter Gelder in die Toskana entdeckt und die italienischen Kollegen um Rechtshilfe gebeten. Bislang seien in der Schweiz und Italien im Zusammenhang mit dieser Untersuchung Vermögenswerte mit einem geschätzten Gesamtwert von 13 Millionen Schweizer Franken sichergestellt worden.
In Italien wurden dann die 11 Immobilien und 14 Grundstücke, die unter anderem als Weinberge und Olivenhaine genutzt wurden, sowie Kunstwerke und weitere finanzielle Mittel identifiziert und beschlagnahmt, hieß es von den dortigen Behörden weiter. Die italienische Polizei nannte in dem Kontext keine Verdächtigen namentlich.











