Bei Spiel gegen Kaiserslautern
Wegen Krawallen: Hertha BSC sagt besondere Aktion ab
08.04.2026 – 10:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Eigentlich hatte Hertha beim kommenden Spiel etwas Besonderes geplant. Die Krawalle in Dresden haben diese Pläne aber zunichtegemacht.
Hertha BSC hat für das Spiel am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern eine geplante Aktion abgesagt. Das Team wollte eigentlich mit einem Sondertrikot auflaufen. Wegen der Krawalle zwischen den Fans von Dynamo Dresden und Hertha BSC am vergangenen Wochenende wurden diese Pläne jedoch verworfen. Das teilte der Verein auf Instagram mit.
„Viele Menschen haben über Wochen und Monate Energie, Zeit und Herzblut in die Entwicklung und Vorbereitung dieses Trikots gesteckt“, hieß es dort. Umso schwerer falle die Entscheidung, die Aktion vorerst verschieben zu müssen.
Im Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden hatten zunächst beide Fanlager Pyrotechnik gezündet. Dann kletterten Fans über die Zäune. Dresdner Anhänger rannten vermummt entlang des Spielfeldes zum Hertha-Fanblock und entwendeten dort eine Gäste-Fahne.
Das Spiel wurde zweimal unterbrochen, Polizisten stürmten auf das Spielfeld. Hertha gewann die Partie 1:0. Die Polizei leitete mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren ein.
„Die dortigen Vorfälle und jede Form von Gewalt verurteilen wir aufs Schärfste“, teilte der Verein in dem Instagrambeitrag mit. Es sei das falsche Signal, wenn der Verein jetzt einen „kommunikativen Aufschlag“ rund um ein Sondertrikot mache. Solch ein Trikot stehe für Werte wie „Gemeinschaft, Zusammenhalt und Identifikation“.
Diese könne man nach den Vorfällen nicht mehr glaubwürdig vermitteln. Daher hätte sich der Verein dazu entschieden, „den Fokus auf eine sachliche und gründliche Aufarbeitung der Geschehnisse zu legen“.
Zahlreiche Fans begrüßten in den Instagram-Kommentaren die Entscheidung. Ein Nutzer schrieb: „Sehr gute Überlegung. Erstmal die eine Sache abarbeiten. Dann das nächste Thema angehen und feiern.“
Andere wiederum können den Zusammenhang zwischen den Krawallen und den Sondertrikots nicht verstehen. Ein weiterer Nutzer schrieb: „Also nichts für ungut, aber was hat das eine denn mit dem anderen zu tun?“ Er brauche zwar kein neues Sondertrikot, halte die Entscheidung aber für „albern“.












