
An drei Tagen
Verdi-Streiks treffen Nahverkehr erneut – Ausfälle drohen
13.02.2026 – 16:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Erneut drohen Ausfälle im Hamburger Nahverkehr: Verdi ruft Beschäftigte von Hochbahn und vhh.mobility zu Teilstreiks auf. Betroffen sein könnten U-Bahn- und Buslinien.
Pendler in Hamburg müssen sich in der kommenden Woche erneut auf Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft Teile der Hamburger Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) zu Arbeitsniederlegungen auf.
Nach Angaben der Gewerkschaft sind bei der Hochbahn Teilstreiks am 17., 18. und 19. Februar geplant. Bei vhh.mobility soll es am 18. Februar zu einem Warnstreik kommen, weitere Arbeitsniederlegungen sind auch für den 25. Februar 2026 angekündigt. Welche Bereiche und Betriebshöfe jeweils betroffen sein werden, will Verdi den Unternehmen kurzfristig mitteilen.
Die Gewerkschaft spricht von einem „Wellenstreik“. Man wolle nicht alle Beschäftigten gleichzeitig zum Ausstand aufrufen. „Mit dieser Streikstrategie nehmen wir Rücksicht auf die Fahrgäste und erhöhen zugleich den Druck auf die Arbeitgeber und den Hamburger Senat“, sagte Gabriel Arndt, Verdi-Gewerkschaftssekretär für die Hochbahn. Fahrgäste sollten ihre Beschwerden an das Hamburger Rathaus richten.
Bei der Hochbahn begründet Verdi die Streiks mit der laufenden Tarifrunde. In der Verhandlungsrunde am 30. Januar sei kein Angebot vorgelegt worden. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Lohnsteigerung von 7,5 Prozent, eine soziale Komponente für untere Entgeltgruppen, 7,5 Prozent mehr Ausbildungsvergütung sowie einen Mietkostenzuschuss von 200 Euro monatlich für Auszubildende. Zudem verlangt Verdi die vollständige Kostenübernahme des Deutschlandtickets und eine Altersteilzeitregelung. Die nächsten Verhandlungen sind für den 20. und 24. Februar angesetzt.
Auch bei der vhh.mobility gibt es bislang keine Einigung. In der dritten Verhandlungsrunde am 4. Februar legte die Arbeitgeberseite zwar ein Angebot vor, ging laut Verdi aber nicht ausreichend auf zentrale Forderungen ein. Die Gewerkschaft verlangt unter anderem eine Wochenarbeitszeit von 35 Stunden sowie Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns. Das Unternehmen bietet nach Gewerkschaftsangaben lediglich eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit um eine halbe Stunde zum Fahrplanwechsel 2030/2031 an. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 26. Februar 2026 geplant. Sollte es auch dann keinen Abschluss geben, kündigt Verdi eine Ausweitung der Streiks an.
Die Hochbahn und vhh.mobility rechnen insbesondere im U-Bahn- und Busverkehr in Hamburg mit Einschränkungen. Welche Linien konkret betroffen sein werden, ist noch unklar.











