Großeinsatz bei Hamburg
Kobra-Alarm entpuppt sich als KI-Fälschung
Aktualisiert am 15.07.2026 – 15:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Feuerwehr und Polizei suchen stundenlang nach einer angeblichen Giftschlange. Dann stellt sich heraus: Das Foto des Tieres war manipuliert.
Der Großeinsatz wegen einer vermeintlichen Kobra in Halstenbek im Kreis Pinneberg ist beendet. Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands stellte die Polizei fest, dass das Foto der angeblichen Schlange mit Künstlicher Intelligenz erzeugt beziehungsweise manipuliert worden war. Ein echtes Tier habe es nicht gegeben.
Feuerwehrsprecher Dennis Renk erklärte einem Reporter vor Ort: „Es handelt sich um ein Fake-Bild.“ Die Polizei fahre die umliegenden Straßen ab und informiere die Bevölkerung über die Entwarnung. Zuvor hatten die Behörden über die Warn-App Nina vor einer möglicherweise giftigen exotischen Schlange gewarnt.
Feuerwehr sucht mit Drohnen nach vermeintlicher Kobra
Ausgangspunkt des Einsatzes war ein Bild, das eine angebliche Schlange in einem Graben an der Straße Am Redder zeigen sollte. Der Mann, der das Foto weiterleitete, sei nach Angaben Renks selbst getäuscht worden und habe in gutem Glauben gehandelt.
Feuerwehr und Polizei gingen zunächst von einer echten Sichtung aus. Ein Schlangenexperte konnte anhand der Aufnahme nicht ausschließen, dass es sich um eine gefährliche Kobra handelte. Die Einsatzkräfte sperrten das Gebiet deshalb ab und suchten es mit mehreren Drohnen und Wärmebildkameras ab.
Auch Bürgermeister Jan Krohn warnte die Bevölkerung zunächst vor dem vermeintlichen Tier. Anwohner im Umkreis von 500 Metern sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Hunde, Pferde und andere Tiere sollten nicht unbeaufsichtigt ins Freie gelassen werden.
38 Einsatzkräfte mehr als zwei Stunden gebunden
In der Spitze nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands 38 Einsatzkräfte vor Ort. Sie waren mehr als zweieinhalb Stunden gebunden. Neben der Feuerwehr Halstenbek unterstützten Kräfte aus Wedel, Quickborn und Pinneberg die Suche.
Renk zeigte sich erleichtert, zugleich aber verärgert über den unnötigen Einsatz. Viele Feuerwehrleute seien ehrenamtlich tätig und hätten ihre Arbeitsplätze oder ihre Freizeit verlassen müssen. Zugleich betonte er, dass die Einsatzkräfte bei einer möglichen Gefahr erneut genauso handeln würden.
Die Suche wäre nach seinen Angaben notfalls bis in die Nacht oder sogar über mehrere Tage fortgesetzt worden. Umso größer sei nun die Erleichterung, dass sich keine giftige Schlange in dem Gebiet befand.












