Abzocke mit Unterlagen
Verbraucherzentrale warnt vor Rentenportal
17.03.2026 – 11:34 UhrLesedauer: 2 Min.
29,90 Euro für etwas, das eigentlich gratis ist: Verbraucherschützer warnen vor einem Portal für Rentenunterlagen und erklären, worauf Sie achten sollten.
Dort wurde ihr unter anderem eine „Information über Meldung an die Finanzverwaltung“ angeboten. Das Portal verspricht, die Daten aufzubereiten und an die Rentenversicherung weiterzuleiten. Dafür verlangt der Betreiber, eine Firma mit Sitz in London, 29,90 Euro.
Zwar weist die Webseite darauf hin, dass kein offizielles Verhältnis zur Deutschen Rentenversicherung besteht. Doch Gestaltung, Sprache und Aufbau erinnern stark an das Original und erhöhen so das Risiko einer Verwechslung.
Besonders brisant: Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale kommt auf der Seite gar kein wirksamer Vertrag zustande. Der Grund liegt im Bestellbutton.
Dieser ist lediglich mit „Anfordern“ beschriftet. Nach deutschem Recht muss bei kostenpflichtigen Online-Verträgen jedoch klar erkennbar sein, dass mit dem Klick eine Zahlungspflicht entsteht – etwa durch Formulierungen wie „zahlungspflichtig bestellen“.
„Die sogenannte Button-Lösung ist auf dem Portal rentnerauskunft.de nicht ordnungsgemäß umgesetzt“, sagt Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Rechnungen müssen daher nicht bezahlt werden.“
Neben den Kosten warnen die Verbraucherschützer auch vor einem weiteren Risiko: Wer Rentenunterlagen anfordert, gibt hochsensible persönliche Daten preis. Verbraucher sollten daher genau prüfen, ob sie sich auf der offiziellen Seite einer Behörde befinden oder bei einem Drittanbieter.
Der Umweg über kostenpflichtige Anbieter ist ohnehin unnötig. Die Verbraucherzentrale rät, Rentenunterlagen direkt gratis bei der Deutschen Rentenversicherung zu beantragen.











