Ausflug von Aachen
So romantisch ist es im „Venedig der Niederlande“
Aktualisiert am 30.03.2026 – 19:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Giethoorn in den Niederlanden: Das autofreie Kanaldorf ist von Aachen aus in drei bis vier Stunden erreichbar – und verzaubert mit Idylle pur.
Wer von Aachen aus ein romantisches Kurztrip-Ziel sucht, muss keinen Flug für mehrere Hundert Euro buchen oder mehr als zwölf Stunden Fahrtzeit einplanen. Denn malerische Kanäle, kleine Boote und beschauliche Wasserwege gibt es auch in den Niederlanden – besonders schön im Frühling. Das Beste: Die Anreise dauert gerade einmal drei bis vier Stunden.
Das Dorf Giethoorn in der niederländischen Provinz Overijssel zählt rund 2.800 Einwohner und kommt ganz ohne motorisierten Straßenverkehr aus – genau wie sein berühmter italienischer Namensvetter Venedig. Autos sucht man hier vergebens, Motorenlärm ist eine Seltenheit. Stattdessen prägen stille Kanäle, 176 Brücken und Vogelgezwitscher das Bild des kleinen Ortes. Eine Piazza San Marco oder einen Canal Grande gibt es zwar nicht, dafür aber eine ganz eigene, unaufgeregte Idylle.
Wer Giethoorn erkunden möchte, hat gleich mehrere Möglichkeiten: Auf den Kanälen lässt es sich gemütlich mit dem Boot durch das Dorf gleiten, während strohgedeckte Häuser links und rechts vorbeiziehen. Wer lieber zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, folgt dem Binnenpadweg – einem Wander- und Radweg, der mitten durch den Ort führt.
Die Einwohner des Dorfes leben in typisch holländischen Häusern, mit Stroh gedeckt. Dabei handelt es sich um Bauernhäuser, die im 18. und 19. Jahrhundert errichtet wurden. Wer die Nacht in Giethoorn verbringen möchte, kann das zum Beispiel im „Hotel Giethoorn“ oder im „Hotel de Harmonie“ tun. Außerdem gibt es mehrere Campingplätze, Wohnmobilstellplätze, Airbnb-Unterkünfte und sogar eine Herberge.
Wer Giethoorns Wasserstraßen entdecken möchte, braucht ein Boot. Je nach Personenanzahl, Dauer und Ausstattung variieren die Mietpreise zwischen 39,50 Euro und 150 Euro. Aber es ist auch möglich, Giethoorn beim Stand-up-Paddling zu entdecken. Radfahren und Wandern sind weitere beliebte Aktivitäten in dem kleinen Touristenort.
Das Dorf entstand vor rund 800 Jahren durch die Torfsuche. Von Hand haben die Einheimischen damals nach Torf gegraben und erschufen dabei ein komplettes Kanalsystem. Durch den Aushub wurden Inseln geschaffen, die später miteinander verbunden wurden, und auf denen dann die typischen Häuser errichtet wurden.












