Darmkrebsvorsorge
„Das tut nicht weh“: Uschi Glas mit klarer Ansage
23.06.2026 – 06:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Uschi Glas engagiert sich seit Jahren für Darmkrebsvorsorge – und findet für eine bestimmte Gruppe besonders drastische Worte. Ihr Appell hat es in sich.
Seit zwei Jahrzehnten steht Uschi Glas (82) für ein Thema ein, das lange kaum jemand offen ansprechen wollte: Darmkrebsvorsorge. Gegenüber der Illustrierten „Bunte“ erklärte die Münchnerin, was sie antreibt – und wurde dabei ungewohnt direkt.
Ihr Engagement gilt der Felix Burda Stiftung, die Dr. Christa Maar und Verleger Hubert Burda nach dem Tod ihres gemeinsamen Sohnes Felix ins Leben riefen – er starb 2001 im Alter von 31 Jahren an Darmkrebs. Für Glas war die Entscheidung zur Mitarbeit keine Frage: „Der Felix ist so jung gestorben, und dann hat sich die Familie Burda dazu entschlossen, diese Stiftung zu gründen und darauf aufmerksam zu machen, dass man was dagegen tun kann. Da habe ich gesagt, da mache ich natürlich mit, weil ich sehe, wie wichtig das ist. Zu der Zeit war es für viele noch ein Tabuthema: ‚Darüber will ich nicht reden!'“
Glas sieht vorwiegend, dass Männer vor der Vorsorge zögern
Das Thema hat heute einen anderen Stellenwert – doch die Hemmschwelle ist bei manchen geblieben. Glas wirbt für einen nüchternen Blick auf die Untersuchung: „Mach das vorher und du kannst sehen, ist da was oder ist da nichts? Und wenn nichts ist, ist es gut. Das tut nicht weh. Es ist eine Verantwortung für die Familie, für die Kinder und vor allem für einen selber.“
Dass vor allem Männer zögern, hat sie beobachtet – und bringt es auf bayerische Art auf den Punkt: „Ich glaube, die Männer sind die größeren Schisser, wie wir in Bayern sagen – die Hasenfüße oder wie man sonst sagen kann. Die sind Schisser einfach: ‚Iiiih, das ist mir jetzt unangenehm.‘ Es ist nicht so, wie wenn ich Essen gehe, aber es tut nicht weh und ist gleich vorbei.“












