„In dem Fall ist alles möglich“, sagte Mulke im ZDF. Allerdings spreche vieles für ein Tötungsdelikt und gegen einen Suizid. Eine wahrscheinliche Theorie: Procopius könnte in Drogengeschäfte verwickelt gewesen sein und dies mit seinem Leben bezahlt haben. GPS-Daten zeigten, dass das Boot des Unternehmers im Bereich der Nordsee eine Acht fuhr.
Ein solches Manöver werde in der Regel gefahren, wenn etwas aus dem Wasser geholt werden muss. Möglicherweise, so die Vermutung der Staatsanwaltschaft, könnte der 60-Jährige Drogenpakete aus dem Meer gefischt haben, die zuvor von Komplizen von einem Schiff geworfen worden sein könnten.
„Insbesondere der Bereich auf der Nordsee ist für sogenannte Drop-Off-Geschäfte bekannt“, sagte Mulke. Der Abtransport solcher Drogenpakete erfolge häufig mit kleinen, wendigen Booten – „eben genau mit einem Boot, wie es Frank Procopius besaß“. Allerdings könnte der 60-Jährige auch zufällig in eine Drogenabholung geraten sein, betonte Mulke. Dann könnte die Situation eskaliert sein. Die Sprecherin der Polizei Flensburg sagte t-online, in der Vergangenheit seien immer wieder Drogenpakete vor Nordseeinseln wie Juist oder Amrum angespült worden.
Auch das frühere Leben des Hamburger Unternehmers wurde beleuchtet: Er soll eine Kiez-Vergangenheit haben und bis zu seinem Tod Kontakte in das Milieu gehabt haben. Details dazu, ob Procopius damals im Rotlicht- oder etwa im Drogenmilieu aktiv war, konnte die Polizeisprecherin auf Nachfrage nicht nennen. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 7.000 Euro ausgelobt.












