AfD weiter ganz vorne
Schock-Umfrage: Union fällt auf schwächsten Wert seit Jahren
03.06.2026 – 19:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Union stürzt im ARD-Deutschlandtrend auf den niedrigsten Wert seit über vier Jahren ab. Die AfD bleibt mit deutlichem Abstand vorne.
Die Union ist im „Deutschlandtrend“ der ARD auf den niedrigsten Wert seit mehr als vier Jahren gefallen. In der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung kamen CDU/CSU auf nur noch 23 Prozent. Das war ein Prozentpunkt weniger als im „Deutschlandtrend“ von Anfang Mai – und der schlechteste Wert seit Januar 2022. Mit der Arbeit der CDU-geführten Bundesregierung waren nur noch zwölf Prozent zufrieden.
Die AfD steht in der neuen Umfrage unverändert mit 27 Prozent auf Platz eins. Die SPD verbesserte sich leicht auf 13 Prozent (plus ein Punkt). Die Grünen kamen auf 14 Prozent (minus eins), die Linke lag weiterhin bei zehn Prozent. Das BSW kam weiterhin auf drei Prozent und die FDP ebenfalls unverändert auf vier Prozent.
Die „Brandmauer“, also die Zusicherung der Union, nicht mit der AfD zusammenzuarbeiten, hält fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) für „nicht richtig“ – ein Plus von zwölf Punkten seit Herbst 2024. Den Ausschluss einer Zusammenarbeit der Union mit der Linkspartei empfinden 56 Prozent der Befragten als „nicht richtig“.
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Wirtschaft als wichtigstes Politikfeld
Als Hauptaufgabe für die Bundespolitik betrachteten die Befragten den Umgang mit der Wirtschaft. Dieses Thema löste im neuen „Deutschlandtrend“ die Migration als aktuell größtes Problem in Deutschland ab.
Aktuell nannten 27 Prozent die Wirtschaft als drängendstes Problem, um das sich die Politik kümmern muss. Es folgten Zuwanderung/Flucht mit 21 Prozent, soziale Ungerechtigkeit/Armut/Bürgergeld mit 18 Prozent, Rente/Alterssicherung mit zwölf Prozent, Bildung/Schule/Ausbildung mit elf Prozent und Umwelt/Klimaschutz mit zehn Prozent. Nur 13 Prozent bewerteten die Lage der Wirtschaft in Deutschland positiv. Dies waren so wenige wie zuletzt zur Eurokrise Ende der 2000er Jahre.
Mehr als 80 Prozent unzufrieden mit Merz
Angesichts steigender Kosten werden aktuell Reformen der Sozialsysteme in Deutschland diskutiert – also von gesetzlicher Rentenversicherung, Pflege- und Krankenversicherung. Wenn sie sich entscheiden müssten, würden 44 Prozent der Befragten sich für eher höhere Beiträge aussprechen, 28 Prozent eher für Leistungskürzungen. 28 Prozent äußerten sich nicht oder trauten sich kein Urteil zu.











