
Brandunglück in Crans-Montana
Augenzeuge berichtet: Menschen liefen brennend auf die Straße
Aktualisiert am 02.01.2026 – 09:21 UhrLesedauer: 4 Min.
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Der verheerende Brand in Crans-Montana wurde vermutlich durch Champagnerflaschen mit Wunderkerzen ausgelöst. Darauf deuten Fotos, Videos und Augenzeugenberichte hin.
Mindestens 40 Menschen sind in der Neujahrsnacht bei einem Brand in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana ums Leben gekommen. 155 wurden zum Teil schwer verletzt. Überlebende berichten von den dramatischen Minuten, in denen sie aus der Bar „Le Constellation“ vor der Flammenhölle flohen. Zwei 19-jährige Besucher, Nathan und Axel, erzählten dem Boulevardmagazin „Blick“, dass „alles sehr schnell“ gegangen sei.
Sie haben demnach auch die Wunderkerzen gesehen, die in Champagnerflaschen steckten. Diese sollen eine Ursache für den Brand gewesen sein. „Eine Frau saß auf den Schultern einer anderen Dame. Sie hatte zwei Flaschen mit Wunderkerzen“, sagte Nathan dem „Blick“. Die Kerzen sollen dann die Zimmerdecke berührt haben, die daraufhin Feuer gefangen haben soll.
Axel berichtete, dass die Menschen „Feuer, Feuer“ gerufen hätten. „Dann kam plötzlich eine sehr große schwarze Rauchwolke und man konnte nicht mehr atmen“.
Es habe an der Treppe einen Stau gegeben, deswegen hatten sich die beiden zunächst versteckt. Ein Tisch habe sie vor den Flammen geschützt. „Und dann war es Chaos“, so Axel. Sie konnten ein Fenster einschlagen und durch dieses ins Freie gelangen, sagte Axel dem „Blick“. Sie hätten gesehen, wie Menschen verbrannten, berichteten sie. „Es war eine totale Panik“, sagte Nathan.
Ähnlich beschreibt es auch Axel Clavier. Der 16-jährige Gast aus Paris sagte der Nachrichtenagentur AP, es habe „totales Chaos“ geherrscht. Er habe das Gefühl gehabt, zu ersticken und sich zunächst unter einem Tisch versteckt. Anschließend sei er nach oben gerannt und habe versucht, mit einem Tisch eine Scheibe einzuschlagen.
Die Scheibe sei daraufhin aus der Fassung gefallen und er habe fliehen können. Auf der Flucht habe er dann seine Jacke, seine Schuhe, sein Handy und seine Bankkarte verloren. Für ihn sei das aber ein kleiner Verlust: „Ich lebe noch, es sind ja nur Dinge.“ Ein Freund von ihm habe es dagegen nicht mehr hinausgeschafft. Er sei verstorben, so Clavier. Zwei oder drei weitere würden noch vermisst.
Ein anderer Besucher berichtete im „Tagesanzeiger“, es sollen „Szenen wie im Krieg“ gewesen sein. Er beschrieb ebenfalls starke Rauchentwicklungen. Menschen seien brennend auf die Straße gerannt, andere sollen dagegen reglos am Boden gelegen haben. Im Gespräch mit dem ZDF berichteten weitere Augenzeugen von Menschen mit entstellten Gesichtern und bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Körpern.










