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Home » Über 46.000 Fälle im vergangenen Jahr
Politik

Über 46.000 Fälle im vergangenen Jahr

By zeit-heute.deDezember 29, 20252 Mins Read
Über 46.000 Fälle im vergangenen Jahr
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Über 46.000 Fälle

Gewalt gegen Polizisten erreicht Höchstwert

Aktualisiert am 29.12.2025 – 15:17 UhrLesedauer: 3 Min.

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Teilnehmer einer NPD-Kundgebung schubst einen Polizisten (Archivbild): Seit 2017 steigen die Zahlen der Übergriffe auf Polizisten laut dem Innenministerium kontinuierlich an. (Quelle: imago stock&people/imago-images-bilder)

Die Zahlen der Angriffe auf Einsatzkräfte steigen seit Jahren kontinuierlich an. Die Bundesregierung plant nun schärfere Strafen und schnellere Verfahren.

Gewalt gegen Polizeibeamte hat im vergangenen Jahr leicht zugenommen. Wie das Bundesinnenministerium der Deutschen Presse-Agentur unter Berufung auf Daten des Bundeskriminalamts mitteilte, stieg die Zahl der registrierten Gewalttaten gegen Polizistinnen und Polizisten 2024 um 0,3 Prozent auf 46.367 Fälle an.

In rund 87 Prozent der Fälle ging es laut dem Bundeslagebild „Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte“ um Widerstandshandlungen oder tätliche Angriffe. Als Gewalt im Sinne der Statistik gelten unter anderem auch Bedrohung, Nötigung und vorsätzliche einfache Körperverletzung.

Den Angaben zufolge wurden im vergangenen Jahr bundesweit 106.875 Polizistinnen und Polizisten Opfer einer Gewalttat – 67,2 Prozent mehr als im Jahr 2015. Im Rahmen eines Falls können mehrere Opfer erfasst werden. „Die Zahlen verdeutlichen eine anhaltend hohe Belastung für die Polizei im Einsatzalltag“, bilanziert das Bundesinnenministerium. Laut Ministerium waren etwa fünf von sechs Menschen (83,1 Prozent), die nach mutmaßlichen Gewalttaten gegen Polizisten als Tatverdächtige festgestellt wurden, männlich. Mehr als ein Drittel (34,9 Prozent) der ermittelten Tatverdächtigen besitzt demnach keinen deutschen Pass.

„Gewalt gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte ist längst kein Ausnahmefall mehr, sondern gehört für viele leider zum Alltag“, sagt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Der CSU-Politiker ist überzeugt: „Wenn jedes Jahr Zehntausende Angriffe gezählt werden, dann zeigt das: Respekt und Rücksicht gehen zunehmend verloren.“

Einsatzkräfte müssten besser geschützt werden. Es gehe darum, schneller durchzugreifen und klare Konsequenzen zu ziehen, betont der Minister. Gemeinsam mit Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) werde sein Ministerium deshalb ein Gesetz auf den Weg bringen, das „Strafen verschärft, Verfahren beschleunigt und die Sicherheit der Einsatzkräfte im täglichen Dienst spürbar stärkt“.

Hubig äußerte sich bei den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten sowie auf Rettungs- und Einsatzkräfte haben in den vergangenen Jahren ein erschreckendes Ausmaß angenommen.“ Gerade in den Silvesternächten sei es immer wieder zu enthemmten und inakzeptablen Übergriffen gekommen. „Dieser Verrohung muss der Rechtsstaat entschieden entgegentreten – auch und gerade mit den Mitteln des Strafrechts. Deshalb wollen wir das Strafrecht nachschärfen.“

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