Mit Marcel Dabo erweitern RTL und Sky ihr Expertenteam bei NFL-Übertragungen. Was ihn von den bisherigen Experten unterscheidet und welche Tradition er nicht bei RTL erleben will, erklärt er im t-online-Interview.
Als Jugendlicher ein ambitionierter Fußballspieler, als junger Erwachsener Profi im American Football in den USA – und jetzt ehrgeiziger Leichtathlet und Fernsehexperte. Marcel Dabo hat mit nur 26 Jahren bereits einiges erlebt. Als prägendste Zeit bezeichnet er jedoch die drei Jahre als Profi in der nordamerikanischen Football-Liga NFL bei den Indianapolis Colts.
Nach seiner Entlassung 2024 hatte der Schwabe mit dem Football eigentlich abgeschlossen und wollte sich ganz auf seine neue Karriere als Sprinter konzentrieren. Doch nun prägt die NFL doch wieder seinen Alltag. Am Sonntag wird er bei Sky das erste Mal als TV-Experte vor der Kamera stehen.
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t-online: Herr Dabo, welche Bezeichnung ist Ihnen am liebsten: ehemaliger Football-Profi, Leichtathlet oder TV-Experte für die NFL?
Marcel Dabo: In meinem Kopf bin ich natürlich nach wie vor Marcel Dabo, der Football-Spieler. Die Bezeichnung „ehemalig“ mag ich irgendwie nicht und der Zusatz „TV-Experte“ fühlt sich immer noch ungewohnt an. Aber ich habe richtig Lust auf diese neue Rolle. Ich will meine Impulse in ein richtig cooles Expertenteam geben und glaube, es wird viele Zuschauer begeistern
2025 haben Sie ihre Football-Laufbahn beendet, um sich auf Ihre Leichtathletik-Karriere als Sprinter zu fokussieren. Warum nun der Schritt zurück zum Football?
Der Sport hat mein Leben so sehr zum Positiven verändert, dass es schon immer mein Ziel war, Leute zu inspirieren. Im Rahmen meines jährlich stattfinden Footballcamps in meiner Heimat Reutlingen habe ich gemerkt, dass es mir unglaublich viel Spaß macht, meine Erfahrungen aus dem Sport weiterzugeben. Daher stand es für mich außer Frage, nach einem Jahr Abstand nochmal Gas zu geben und zu schauen, wie groß wir Football in Europa machen können.
Der NFL investiert seit einigen Jahren viel in die Basisarbeit in Deutschland. An zahlreichen Schulen wird Flag Football, die kontaktlose Variante des American Football, angeboten. Wie nehmen Sie diese Entwicklung wahr?
Mich freut es extrem, dass der Sport in der Breite wächst. Aber er muss gleichzeitig auch an Qualität gewinnen, weil es die beste Werbung für die NFL ist, wenn wir ein funktionierendes Ligasystem in Deutschland oder Europa haben. Unser Job als NFL-Experten für RTL und Sky ist es jetzt, den Sport so nahbar wie möglich rüberzubringen.











