Rückholaktion aus Nahem Osten
Tui fliegt Urlauber aus – 200 Kreuzfahrtpassagiere unterwegs
Aktualisiert am 03.03.2026 – 14:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Deutsche Reisende werden aus der Golfregion zurückgeholt. Die Aktion wird mehrere Tage dauern, wie ein Tui-Sprecher auf t-online-Anfrage mitteilt.
Der Reisekonzern Tui rechnet mit der Rückholung seiner im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage. Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland zurückzubringen, sagte Tui-Sprecher Aage Dünhaupt t-online. „Wir gehen aktuell davon aus, dass wir die ersten Flüge mit diesen Unternehmen und unseren Gästen heute durchführen können.“ Erste Flüge sollten nach München gehen.
Video | Explosion neben Tui-Kreuzfahrtschiff
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Zudem stünden eigene Flugzeuge von Tui Fly bereit. „Zurzeit haben nur die großen Golf-Fluglinien die Erlaubnis, aus- und einzufliegen. Europäische Fluglinien haben noch keine Operationsmöglichkeit“, so Dünhaupt. Tui Fly fliege eigentlich nicht planmäßig in die Golfregion, würde aber sofort reagieren, wenn Sonderverkehrsrechte erteilt werden.
Wie schnell die Rückholung abgeschlossen werden kann, hänge von der Sicherheitslage ab. Außerdem ist die Zahl der Europäer, die sich in der Region befindet und in die Heimat zurückkehren möchten, extrem hoch. 30.000 Deutsche, allein 5.000 davon sind Kreuzfahrtpassagiere der „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“, sitzen fest. Es wird davon ausgegangen, dass auch mehr als 150.000 Briten und mehr als 300.000 Franzosen in der Golfregion ausharren. „Das wird ein komplexer Prozess“, so Dünhaupt. Die beiden von Tui Cruises betriebenen Kreuzfahrtschiffe lägen glücklicherweise in Städten mit großen Flughäfen (Abu Dhabi und Doha), wo der Verkehr langsam wieder anläuft.
Nach Informationen des „Focus“ sollen in Kürze die ersten 200 Passagiere der „Mein Schiff 4“ das Kreuzfahrtschiff verlassen und zum Flughafen gebracht werden. Das Schiff von Tui Cruises liegt derzeit im Hafen Port Zayed in Abu Dhabi.
Tui sei mit „fast 100 Prozent der Gäste über die App in Kontakt“. So kann jederzeit über Neuigkeiten, Bustransfers oder Flüge informiert werden. Die beiden Kreuzfahrtschiffe würden ebenfalls in näherer Zukunft aus der Region zurückgeholt. „Durch den Suezkanal fahren wir nicht mehr“, sagt Dünhaupt. Die „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ werden seiner Aussage nach um das afrikanische „Kap der Guten Hoffnung“ in nördliche Gewässer wie Atlantik, Nord- und Ostsee gefahren.
Ein erstes Flugzeug der emiratischen Airline Emirates aus Dubai landete nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag gegen 13.30 Uhr in Frankfurt am Main. Die Airline äußerte sich zunächst nicht dazu, wie viele Passagiere an Bord waren.












