„Ich bitte die Fifa inständig, die Position der Fotografen während der Nationalhymne zu ändern“, sagte Tuchel, der sich bei seiner WM-Premiere um einen denkwürdigen Augenblick gebracht fühlte: „Es war heute ein ganz, ganz besonderer Moment. Aber ich stand einen halben Meter vor einer Wand aus 50 Fotografen und konnte keinen einzigen meiner Spieler sehen. Das hat mir das Erlebnis ein wenig verdorben.“
Die englische Nationalmannschaft übernahm er Anfang 2025. Er habe nun verstanden, „was es bedeutet, Teil einer Weltmeisterschaft zu sein. Es ist einfach unglaublich. Ich habe mich in den letzten zwei Tagen sehr, sehr lebendig gefühlt und wollte nirgendwo anders auf der Welt sein als hier.“
Müller sieht DFB-Team nicht auf Weltmeisterniveau
Ex-Weltmeister Thomas Müller sieht die deutsche Nationalmannschaft bei dieser Fußball-WM in einem „2010er-Modus“. Das DFB-Team sei „ein sehr, sehr guter Herausforderer“, man könne aber nicht erwarten, „dass die Mannschaft von A bis Z in Richtung Titel marschiert“, sagte Müller am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Veranstaltung in New York über Parallelen zu früheren Turnieren.
Bei der WM 2010 in Südafrika war die deutsche Auswahl mit vielen jungen Spielern mit begeisterndem Fußball ins Halbfinale gestürmt und dort erst an Spanien gescheitert. Auch dieses Jahr habe Deutschland ein junges Team. „Wir sollten uns die Chance geben, dass wir in diese K.-o.-Phase reinwachsen und einfach mal die Leistung bewerten“, sagte Müller, er betonte: „Wir entwickeln uns noch.“ Beim WM-Titelgewinn 2014 habe sich seine Generation dagegen auf dem „Höhepunkt der Entwicklung“ befunden.
Müller fordert dazu realistische Ansprüche in der Öffentlichkeit. Seit dem Triumph von Rio gehe es „immer darum: Wann werden wir denn jetzt wieder Weltmeister? Und ich würde die Herangehensweise ein bisschen verändern wollen“, sagte der frühere Nationalspieler: „Wir sollten weniger über das Finale reden, sondern mehr darüber, dass es da einen Weg braucht, und den gehen wir gemeinsam an.“
Ghana schlägt Panama in letzter Minute
In der zweiten Partie der Gruppe L hat Ghana mit einem Treffer in der Nachspielzeit einen Sieg über Panama eingefahren. Im Regen der kanadischen Stadt Toronto siegten die „Black Stars“ mit 1:0. Den entscheidenden Treffer lieferte Caleb Yirenkyi in der 96. Minute.
Fifa löscht hunderttausende Hasskommentare
Der Fußball-Weltverband Fifa möchte alle Teilnehmer der WM in Nordamerika vor Hass im Internet schützen und hat nach eigenen Angaben bereits Hunderttausende Kommentare und Beiträge gelöscht. Die Fifa teilte mit, dass seit Beginn des Turniers 3,8 Millionen Wortmeldungen überprüft und 388.000 entfernt wurden.











