Trump-Regierung lockert Russland-Sanktionen
USA erlauben vorübergehend Kauf von russischem Öl
Aktualisiert am 13.03.2026 – 08:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit Beginn des Iran-Krieges steigen die Energiepreise. Die US-Regierung will gegensteuern. Jetzt lässt sie unter bestimmten Bedingungen sogar den Kauf von russischem Öl zu.
Die USA erlauben angesichts des stark gestiegenen Ölpreises Ländern zeitlich befristet den Kauf von derzeit per Schiff transportiertem russischen Öl. Um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, dürfen Länder zeitweise russisches Öl kaufen, das sich bereits auf Schiffen befindet, wie Finanzminister Scott Bessent auf der Plattform X mitteilte. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.
Russland, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Bessent argumentierte jedoch, Russland werde von dieser „eng gefassten“ Ausnahme nicht in bedeutender Weise finanziell profitieren.
Es gibt seit Jahren Sanktionen der USA, die den russischen Ölsektor betreffen. Auch deswegen ist Moskau für den Export auf hoher See häufig auf sanktionierte Schiffe angewiesen, die zur sogenannten Schattenflotte gehören. Länder und Unternehmen, die mit ihnen Geschäfte machen, könnten im Normalfall selbst Gefahr laufen, Ziel von Sanktionen zu werden.
Die globalen Energiemärkte sind infolge des Iran-Krieges sehr volatil, die Preise für Öl und Gas sind seit Kriegsbeginn vor knapp zwei Wochen zuletzt stark angestiegen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Straße von Hormus – einer Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die normalerweise ein bedeutender Teil des globalen Ölhandels verläuft. Der Schiffsverkehr dort ist nahezu zum Erliegen gekommen.











