
„Das Unglück nahm seinen Lauf“
Rettungseinsatz geht schief: Sechs Verletzte nach Treppeneinsturz
06.01.2026 – 18:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Einsatzkräfte werden wegen eines medizinischen Notfalls zu einem Haus gerufen. Als sie den Patienten abtransportieren wollen, stürzt die Treppe ein. Es folgt ein Großeinsatz.
Im baden-württembergischen Oppenweiler sind sechs Menschen von einer einstürzenden Treppe verschüttet worden. Bei den Verletzten handelt es sich laut der zuständigen Polizei Aalen um vier Feuerwehrleute, eine Mitarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und einen Bewohner des Hauses. „Die Einsatzkräfte waren zuvor zu dem Haus ausgerückt, weil der Anwohner einen medizinischen Notfall hatte“, erklärte ein Sprecher der Aachener Polizei t-online.
Dort angekommen, stellten die Mitarbeiter des Rettungsdienstes fest, dass der Mann ins Krankenhaus müsse. „Beim Transport sollte die Feuerwehr helfen“, so der Polizeisprecher. Deshalb sei sie hinzugerufen worden. Anschließend wollten die Helfer den Patienten über eine Drehleiter aus dem Haus bringen. „Aus mir unbekannten Gründen hat das allerdings nicht geklappt. Deshalb wollten die Kräfte die Treppe nehmen – und dort nahm das Unglück dann seinen Lauf“, resümiert der Sprecher.
Laut der polizeilichen Mitteilung stürzte die Treppe des Einfamilienhauses gegen 10 Uhr ein. Daraufhin begann ein Großeinsatz, um die Verschütteten zu befreien. Feuerwehren aus mehreren umliegenden Gemeinden mussten anrücken. Dabei waren allein 70 Feuerwehrleute mit zehn Fahrzeugen vor Ort. Hinzu kamen acht Rettungswagen, drei Notarztfahrzeuge, ein Rettungshubschrauber und zwei Polizeistreifen.
„Nach etwa drei Stunden waren alle Menschen befreit“, erklärt der Polizeisprecher t-online. Laut der Mitteilung der Polizei sind ein Feuerwehrmann, die DRK-Mitarbeiterin und der Bewohner des Hauses schwer verletzt. Die drei weiteren Feuermänner trugen leichte Verletzungen davon.
Die Ursache für den Einsturz der Treppe ist bislang unklar. Das Haus gelte nach Einschätzung der Feuerwehr allerdings nicht als einsturzgefährdet.








