Hochgeschwindigkeitsnetz erweitert
Trenitalia testet Frecciarossa-Züge nach München über Tirol
28.03.2026 – 15:14 UhrLesedauer: 1 Min.
Hochgeschwindigkeitszüge starten künftig von Mailand und Rom nach München. Stopps sind unter anderem Bozen, Innsbruck und Verona.
Die italienischen Staatsbahnen haben ihr Hochgeschwindigkeitsnetz Richtung Norden erweitert. Trenitalia, Tochter der Ferrovie dello Stato (FS), testet neue Verbindungen des Frecciarossa-Zugs nach Österreich und Deutschland. Das Fachportal Travelmole berichtete, dass das Projekt in Kooperation mit der Deutschen Bahn und den ÖBB (den Österreichischen Bundesbahnen) entsteht.
Geplant sind bis zu vier tägliche Direktverbindungen von Mailand und Rom nach München. Die Strecke Mailand–München soll rund sechseinhalb Stunden dauern und unter anderem über Brescia, Verona, Trient, Bozen und Innsbruck führen. Die Verbindung Rom–München ist mit etwa achteinhalb Stunden kalkuliert und hält unter anderem in Florenz, Bologna und Verona.
Zum Einsatz kommen die Frecciarossa-1000-Züge als sogenannte „Superspeed“-Züge. Das Vorhaben ist Teil des Projekts „Eurolink“, das durchgehende Bahnverbindungen zwischen Italien und Mitteleuropa schaffen soll. Nach dem Markteintritt in Frankreich und Spanien will Trenitalia so seine Position im liberalisierten europäischen Bahnmarkt stärken.
Langfristig ist geplant, das Netz über München hinaus auszubauen. Bis 2028 könnte die Strecke bis Berlin reichen und Neapel einbinden. Die EU verfolgt mit der Ausweitung die Verlagerung des Verkehrs von Straße und Flugzeug auf die Schiene. Die neuen Verbindungen sollen besonders auf inneralpinen Strecken eine umweltfreundliche Alternative zum Flugverkehr bieten. Bei planmäßigem Verlauf könnten die ersten Fahrten Ende 2026 oder Anfang 2027 starten.










