
Warnstreik am Montag
BVG lässt Trams trotzdem fahren – nur ohne Fahrgäste
31.01.2026 – 11:29 UhrLesedauer: 1 Min.
BVG und Verdi einigen sich auf einen ungewöhnlichen Kompromiss. Die Leerfahrten haben einen wichtigen Grund.
Trotz des Warnstreiks im Berliner Nahverkehr am Montag sollen Straßenbahnen im Einsatz sein, um ein erneutes Einfrieren von Oberleitungen zu verhindern. Einen entsprechenden Kompromiss haben Verdi und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) geschlossen, wie beide mitteilten. Der Fahrgastbetrieb soll davon aber weiterhin ausgeschlossen sein – die Straßenbahnen fahren ohne Passagiere.
Hintergrund dieser Sondervereinbarung ist die Hoffnung, am Dienstag nach dem Warnstreik wieder stabil fahren zu können, wenn die Oberleitungen frei von Eis gehalten werden, sagte eine BVG-Sprecherin. Damit stiegen die Chancen, größere Einschränkungen für die Fahrgäste zu vermeiden.
Verdi hatte zuvor für Montag zu ganztägigen Warnstreiks im Berliner Nahverkehr aufgerufen. Schon in der vergangenen Woche war der Straßenbahnbetrieb in der Hauptstadt über Tage zum Erliegen gekommen. Grund dafür waren aber keine Arbeitskämpfe, sondern das Wetter.
Die BVG befürchtete angesichts der erwarteten Minustemperaturen aber ein erneutes Einfrieren infolge des Warnstreiks. „Um die Oberleitungen eisfrei und damit den Trambetrieb aufrecht zu halten, sind auch in den nächsten Tagen und Nächten regelmäßige Fahrten und Arbeiten notwendig“, heißt es in der Mitteilung.











