
Dutzende Tote bei Silvesterfeier
Brandkatastrophe in Nobel-Skiort: Besucher erhebt Vorwürfe
Aktualisiert am 01.01.2026 – 12:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Brandkatastrophe mit Dutzenden Toten erschüttert die Schweiz zu Beginn des neuen Jahres. Der Internet-Auftritt wurde mutmaßlich gelöscht.
Nach dem verheerenden Großbrand in einer Bar im Nobel-Skiort Crans-Montana in der Schweiz ist der Internet-Auftritt des Lokals mutmaßlich gelöscht worden. Weder auf Instagram noch auf Facebook waren die Seiten der Bar „Le Constellation“ am Donnerstagmorgen noch erreichbar. Wenig später war auch der Eintrag bei Google Maps gelöscht. Die Hintergründe sind unklar. Ob die Betreiber der Bar die Einträge aktiv gelöscht haben – oder ob es sich möglicherweise um eine Überlastung handelt, war kurzfristig nicht in Erfahrung zu bringen.
Das Feuer war Medienberichten zufolge gegen 1.30 Uhr in einem Raum im Untergeschoss der Bar in der Silvesternacht ausgebrochen. Nach Angaben der Polizei wurden Dutzende Menschen getötet, rund 100 wurden zum Teil schwer verletzt und in Kliniken gebracht. Im Minutentakt landeten Hubschrauber, um Verletzte auszufliegen. Laut Behörden gibt es derzeit noch keine Hinweise auf den Auslöser des Unglücks. Ein Terroranschlag wurde ausgeschlossen.
In mehreren Medien wurde spekuliert, ob Pyrotechnik der Grund gewesen sein könnte. Videos in sozialen Medien sollen ein Konzert mit einem Feuerwerk vor der Tragödie zeigen. Die Polizei hatte am Morgen zunächst lediglich von einer Explosion gesprochen.
Die Bar „Le Constellation“ liegt mitten im mondänen Luxus-Skiort Crans-Montana im Schweizer Kanton Wallis. Fotos im Internet zeigen einen Innenraum im Untergeschoss, der über eine Treppe zu erreichen ist. Dort soll das Feuer ausgebrochen sein. In der Mitte befindet sich ein Tresen, es gibt einen Billardtisch und mehrere kleine Tische.
Auf der Webseite des Ortes Crans-Montana wird die Bar als „einzigartiger Ort“ beschrieben, „an dem Komfort auf Geselligkeit“ treffe. Gäste erwarteten „raffinierte Cocktails und stimmungsvolle Atmosphäre“.
Bei den Ermittlungen dürfte auch die Frage nach ausreichenden Fluchtwegen aus der Bar eine Rolle spielen. Ein ehemaliger Besucher sagte der Zeitung „Blick“, das Untergeschoss sei nur über einen einzigen Zugangsweg zu erreichen gewesen. Er habe die Bar vor zwei Jahren besucht, sagte er. „Ich dachte noch, wenn hier Panik ausbricht, wie würde ich wieder ans Tageslicht kommen?“











