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Home » Todesschütze soll Waffe kurz vorher gekauft haben
Deutschland

Todesschütze soll Waffe kurz vorher gekauft haben

By zeit-heute.deJuli 2, 20262 Mins Read
Todesschütze soll Waffe kurz vorher gekauft haben
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Sechsfacher Mord

Tödliche Schüsse in Stade: Neue Details zur Tatwaffe

02.07.2026 – 10:54 UhrLesedauer: 2 Min.

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Einsatzkräfte der Polizei und der Spurensicherung in Stade: Bei der Tat sind sechs Menschen ums Leben gekommen. (Quelle: Jonas Walzberg/reuters)

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Im Fall der tödlichen Schüsse in Stade gibt es neue Hinweise auf die Vorbereitung der Tat. Im Mittelpunkt steht die mutmaßliche Tatwaffe.

Nach den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade bei Hamburg gibt es neue Erkenntnisse zu den Vorbereitungen der mutmaßlichen Tat. Der 45 Jahre alte Verdächtige soll die Schusswaffe erst rund eine Woche vor dem Verbrechen in Berlin gekauft haben. Das berichtet der NDR unter Berufung auf eigene Recherchen.

Demnach handelt es sich bei der Waffe um eine Beretta des Modells 70. Der Mann soll sie am Kurfürstendamm erworben und dafür zusammen mit 21 Schuss Munition rund 4.000 Euro bezahlt haben. Eine offizielle Bestätigung der Ermittlungsbehörden zu den Angaben liegt bislang nicht vor.

  • Gewalttat in Stade: Staatsanwaltschaft nennt neue Details zu den Ermittlungen
  • „Man wird ganz zittrig“: So erlebt das Viertel den Tag nach der Bluttat

Ermittlungen dauern an

Der 45-Jährige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Stade erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des sechsfachen Mordes. Die Staatsanwaltschaft geht nach eigenen Angaben von den Mordmerkmalen Heimtücke und niedrige Beweggründe aus.

Warum der Haftbefehl erst einen Tag nach der Tat beantragt wurde, erklärte die Staatsanwaltschaft mit dem Umfang der Ermittlungen. Vor einem Haftbefehlsantrag müssten alle bis dahin vorliegenden Erkenntnisse schriftlich zusammengetragen werden. Wegen der sechs Todesopfer, der aufwendigen Spurensicherung und der Rekonstruktion des Tatablaufs habe diese Prüfung entsprechend Zeit in Anspruch genommen. Inzwischen hat eine Mordkommission die weiteren Ermittlungen übernommen.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 45-Jährige am Montag während eines Hilfeplangesprächs in einer Jugendhilfeeinrichtung sechs Menschen erschossen haben. Hintergrund der Tat ist nach Angaben der Ermittler mutmaßlich ein Sorgerechtsstreit um seine drei Monate alte Tochter.

Keine Haftbefehle gegen zwei Frauen

Weiter geprüft wird auch, welche Rolle die Mutter des Kindes und die 65 Jahre alte Begleiterin des Verdächtigen gespielt haben sollen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist eine mögliche Tatbeteiligung beider Frauen Gegenstand der Ermittlungen.

Einen dringenden Tatverdacht sehen die Ermittler derzeit jedoch nicht. Deshalb wurden gegen die Frauen keine Haftbefehle beantragt. Ob und gegebenenfalls welche Vorwürfe am Ende erhoben werden, soll erst nach Abschluss der Ermittlungen entschieden werden.

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