
Vorwürfe gegen den Vater
Block-Tochter schreibt emotionalen Brief ans Gericht
Aktualisiert am 26.01.2026 – 15:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Die beiden in der Silvesternacht 2023/24 entführten Kinder von Christina Block hatten bereits gesagt, nicht im Prozess aussagen zu wollen. Jetzt entscheidet sich ein drittes Kind – und schreibt einen emotionalen Brief.
Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder will die einzige Tochter, die noch bei der angeklagten Mutter lebt, nicht als Zeugin im Prozess aussagen. Sie mache von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch, sagte am Montag eine Gerichtssprecherin am Rande des 32. Prozesstages.
Zuvor hatte der „Stern“ berichtet. Die heute 17-Jährige habe ihre Entscheidung in einem emotionalen Brief mitgeteilt. Sie wolle die Aussage „vorerst“ verweigern, zitierte das Magazin aus dem Schreiben. Die Jugendliche begründe das damit, dass sie ihrem Vater im Saal nicht begegnen möchte. Angeblich blockiert dieser schon lange den Kontakt, auch zu ihren Geschwistern.
Der Vater, Stephan Hensel, sagte wiederum dem „Stern“, er könne diese Begründung nicht nachvollziehen. Umgekehrt sei es so, dass die 17-Jährige zuletzt nicht mehr auf Briefe geantwortet habe. Gleichzeitig äußerte Hensel aber auch Verständnis für seine Tochter: „Es ist sicherlich für sie auch sehr, sehr schwer“, sagte er.
Die 17-Jährige ist das zweitälteste der vier gemeinsamen Kinder der Unternehmerin Christina Block und ihres Ex-Mannes Hensel. Im Prozess gegen die 52-jährige Block und ihre Mitangeklagten geht es um die Entführung der beiden jüngsten Kinder (damals 10 und 13 Jahre alt) vom Wohnort ihres Vaters in Dänemark in der Silvesternacht 2023/24. Auch diese beiden Kinder hatten bereits angekündigt, im Prozess nicht aussagen zu wollen.
Christina Block, Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette Block House, bestreitet, die Entführung in Auftrag gegeben zu haben. Die israelische Sicherheitsfirma, die die Kinder gewaltsam nach Deutschland geholt haben soll, habe auf eigene Faust gehandelt, hatte Block im Prozess gesagt. Der Rückholaktion vorausgegangen war ein jahrelanger Sorgerechtsstreit.










