
Beamte weisen auf Gesetz hin
Tierquäler köpft Schwan – Polizei droht mit drei Jahren Haft
Aktualisiert am 15.01.2026Lesedauer: 1 Min.
Eine Frau macht einen Nachmittagsspaziergang an einem Nebengewässer der Weser. Plötzlich macht sie eine blutige Entdeckung.
Ein mutmaßlicher Tierquäler hat in Bremen einen Schwan geköpft. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, fand eine Frau das tote Tier am Mittwochnachmittag.
Die Zeugin hatte einen Spaziergang am Werdersee in der Bremer Neustadt gemacht. Gegen 15.30 Uhr entdeckte sie demnach den Kadaver und alarmierte die Polizei. Den Beamten zufolge war dem Schwan der Kopf mitsamt Hals abgetrennt worden.
„Das Tier lag auf der Seite der Werderinsel in einem Grünstreifen zwischen Rad- und Fußweg, nahe dem Ufer“, teilte die Polizei mit. Einsatzkräfte hätten das unmittelbare Umfeld nach weiteren Kadavern oder verletzten Tieren abgesucht, aber weiter nichts gefunden.
Jetzt suchen die Beamten mögliche Zeugen. Wer etwas gesehen hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0421 362-3888 bei der Polizei zu melden. Die Beamten heben hervor, dass dem Täter eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe droht. Diese Höchststrafe sieht das Tierschutzgesetz vor, wenn jemand „ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt“.
Zu ähnlichen Taten kommt es immer wieder. Zuletzt hatte die Polizei Mitte Dezember in Wilhelmshaven den Fund eines enthaupteten Schwans gemeldet. Nach Angaben eines Sprechers entdeckten Passanten den Körper des Vogels mehrere Meter vom abgetrennten Kopf entfernt. Den Angaben nach gab es keine Bissspuren oder andere Hinweise auf einen Tierangriff.










