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Home » Tierisches Massensterben – „Tut in der Seele weh“
Panorama

Tierisches Massensterben – „Tut in der Seele weh“

By zeit-heute.deFebruar 13, 20262 Mins Read
Tierisches Massensterben – „Tut in der Seele weh“
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Massensterben

Zugefrorene Ostsee fordert Tausende tierische Opfer


12.02.2026 – 14:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Ein toter Schwan (Archivfoto): An der Ostsee stapeln sich tote Wildvögel. (Quelle: P.Nowack /imago-images-bilder)

Die zugefrorene Ostsee lockt im Januar und Februar viele Schaulustige an. Doch die Eisschicht hat für die Tierwelt fatale Folgen.

An der Ostsee sind in den vergangenen Wochen viele Wildvögel gestorben. Ersten Schätzungen zufolge könnten es alleine im Bereich Rügen, unter anderem an der Lagune Jasmunder Bodden, mehrere Tausende sein. Das berichtete der „Nordkurier“ unter Berufung auf Tom Zimpel, den Gemeindevertreter aus Sagard. Doch die Behörden fühlen sich nicht für das Massensterben verantwortlich. Die Anwohner ziehen jetzt Konsequenzen.

Die Vögel haben durch die zentimeterdicke Eisschicht auf dem Wasser keinen Zugang mehr zu ihrer Hauptnahrungsquelle: Wasserpflanzen, Algen und Gräsern. Andere frieren im Eis fest und können sich nicht mehr befreien. Hinzu kommt die Vogelgrippe.

Das zu sehen, „tut mir in der Seele weh“, erklärte eine Frau auf Rügen im Interview mit dem „Nordkurier“. Einige Freiwillige sollen sich deshalb in einer WhatsApp-Gruppe zusammengeschlossen haben, um den Tieren zu helfen. „Wir finden immer mehr Leute, die sagen: ‚Hey, wir machen das jetzt!'“, so die Anwohnerin weiter. Unterstützung sollen sie dabei auch von Landwirten und dem Betreiber der Fähre bekommen. Die Landwirte stellen demnach Futter zur Verfügung, das anschließend durch die Helfer auf dem Eis und durch die Fähre auf dem Wasser an die Tiere verfüttert wird.

Wie viele Schwäne bisher gestorben sind, lasse sich laut Gemeindevertreter Zimpel nur schätzen. „Es werden im Bereich Rügen sicherlich mehrere Tausend sein“, erklärte er. Viele Helfer nähmen sich des Schicksals der Vögel an und sammelten die Kadaver auf dem zugefrorenen Wasser ein, um sie ans Ufer zu bringen. Doch von dort würden sie dann nicht abtransportiert.

Das sei ein Missstand, stellte Zimpel klar: „Es ist nicht zielführend, die Tiere einzusammeln und aufzustapeln, sodass sie dann Tage, Wochen oder im schlimmsten Fall sogar Monate liegen blieben.“ Zwar sei das Amt Nord-Rügen bereits im Austausch mit dem für den Jasmunder Bodden verantwortlichen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern, doch das sehe sich nicht in der Verantwortung, berichtete der Gemeindevertreter. Es brauche jetzt eine „schnellstmögliche“ Klärung, erklärte er weiter.

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